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© Armin Bardel

Vom 13. April bis 20. April 2014
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Attila

Handlung & Fotos

Premiere
Sonntag, 7. Juli 2013
19:00 bis ca. 21:10 Uhr
(Pause ca. 20:00 Uhr)

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Juli 2013 07
10 13
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Schon Ludwig van Beethoven hatte mit dem Gedanken gespielt, Zacharias Werners Drama Attila, König der Hunnen (1807) als Grundlage für eine Oper zu verwenden. Werner hatte nach antikem Vorbild Chöre in das Werk eingebaut, daher lag es nahe, Musik zu dem erfolgreichen Stück zu komponieren. Giuseppe Verdis Librettist Temistocle Solera formte daraus eine patriotische Geschichte für die Karnevalssaison 1845/46 in Venedig – die
Revolution von 1848 lag bereits in der Luft: „Nimm du dir das Universum, nur lass mir Italien!“, ist der umjubelte Kompromissvorschlag von Attilas Gegenspieler Ezio, dem römisch-italienischen Feldherrn. Der zweite Teil des
Prologs greift auch den Gründungsmythos Venedigs auf, er spielt in der Lagune Rivo Alto, die man heute noch in dem venezianischen Gebietsnamen „Rialto“ findet.

Hunnenkönig Attila, die „Geißel Gottes“, überzieht Italien mit seinen Eroberungszügen. Er metzelt nieder, was ihm in die Quere kommt. Auch Aquileia hat er erobert, den Herrscher der Stadt erschlagen. Dessen Tochter Odabella will
Attilas Verwüstungen nicht weiter hinnehmen. Während sich die überlebenden Bewohner in die Lagunen retten und nebenbei Venedig gründen, stellt sich Odabella an der Spitze mutiger Frauen Attila entgegen. Er ist von ihrem Mut beeindruckt und verliebt sich in sie. Zum Schein geht Odabella auf sein Werben ein. Sie ist entschlossen, die Welt von dem Scheusal zu befreien. Dafür setzt sie viel aufs Spiel: Ihr wahrer Geliebter Foresto muss zunächst glauben, sie reiche dem Mörder ihres Vaters ihre Hand. Aber kurz vor der von Attila ersehnten Heirat ergreift sie das Schwert, das er ihr gab, und vollzieht ihre Rache: Der allmächtige Hunnenkönig fällt, hingerichtet von der Hand dieser Frau.


Für die blutrünstige Geschichte um den Kampf zwischen den heidnischen Eindringlingen und dem christlichen Italien unter Führung Roms schuf Giuseppe Verdi wie schon zuvor für Nabucco (1842) mitreißend gradlinige Chöre, Arien und Duette mit weitausgreifenden Melodien. Das Werk steckt voller Energie und stammt unverkennbar aus Verdis erster Erfolgsphase. Die Figuren sind wenig individualisiert, aber dafür voller Leidenschaft, was zur Uraufführungszeit begeisterte Resonanz hervorrief.