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Saison 2013/14: Da Ponte-Trilogie mit Nikolaus Harnoncourt

Martin Kušej legt Regie für „Così fan tutte“ zurück

(C) Werner Kmetitsch

(C) Werner Kmetitsch

Weitere Informationen:

Aus zeitlichen Gründen legt Martin Kušej die Regie für die geplante Neuproduktion der Mozartoper „Così fan tutte“ zurück, die im März 2014 auf dem Spielplan des Theater an der Wien stand. Kušej hatte Sorge, die jetzt anstehende Così-Konzeptionsarbeit parallel zu seinen anderen Anforderungen gesundheitlich nicht bewältigen zu können.
Nach intensiven Gesprächen mit Nikolaus Harnoncourt hat Intendant Roland Geyer entschieden, diese Neuproduktion nicht mit einem anderen Regisseur zu realisieren, sondern ein neues Mozart-Projekt zu initiieren: Nikolaus Harnoncourt wird im März 2014 gemeinsam mit seinem Concentus Musicus Wien an sechs Spieltagen einen exklusiven Da Ponte-Zyklus am Theater an der Wien konzertant zur Aufführung bringen. Der Zyklus beinhaltet zwei Aufführungen von „Le nozze di Figaro“ am 6. und 8. März 2014, „Don Giovanni“ steht am 17. und 19. März 2014 auf dem Spielplan sowie zwei „Così fan tutte“-Vorstellungen am 27. und 29. März 2014.

Intendant Roland Geyer: „Die Absage von Martin Kušej hat mich sehr überrascht und natürlich auch vor eine schwierige Entscheidung gestellt. Es war mir sofort bewusst, dass wir so kurzfristig keinen adäquaten Regisseur engagieren können, da die Vorlaufzeiten und Planungen in der Oper sehr lange sind. Ich bin Nikolaus Harnoncourt zu großer Dankbarkeit verpflichtet, dass er sich mit vollster Überzeugung dazu bereit erklärt hat, die Da Ponte-Trilogie am Theater an der Wien an sechs Abenden zu dirigieren. Dafür werden wir gemeinsam ein Mozart-Sängerensemble zusammenstellen, das sich überwiegend aus der ursprünglichen Così fan tutte-Besetzung zusammensetzen wird.“

Theater an der Wien-Abonnenten, die bereits ihre Abos bestellt bzw. erworben haben, werden in den kommenden Tagen über die Besetzungs- und Terminänderungen sowie Alternativangebote direkt informiert.
Kontakt Abonnementbüro: Tel. +43 (0) 1 588 30-369

Aufführungstermine:
Le nozze di Figaro: 6. und 8. März 2014, 19.00 Uhr
Don Giovanni: 17. und 19. März 2014, 19.00 Uhr
Così fan tutte: 27. und 29. März 2014, 19.00 Uhr


Wolfgang Amadeus Mozarts Zusammenarbeit mit Lorenzo Da Ponte gehört zu den glücklichsten wie ertragreichsten Symbiosen der Operngeschichte. Immer hatte Mozart sich nach einem kongenialen Librettisten gesehnt, in dem italienischen Abenteurer fand er ihn. Drei Werke schufen die beiden innerhalb von vier Jahren:
Le nozze di Figaro (1786), Don Giovanni (1787) und Così fan tutte (1789/90). Die Sujets der drei Opern sind völlig unterschiedlich: Le nozze di Figaro zeigt zeitgenössische soziale Konflikte, Don Giovanni präsentiert das Leben eines Wüstlings und Così fan tutte erforscht das menschliche Lieben und seine Fragwürdigkeit.
Gemeinsam haben die Werke jedoch das explosive Erneuerungspotential in inhaltlicher und formaler Hinsicht: Mit ihnen definierten Mozart und Da Ponte die Gattung Oper neu. Niemals zuvor waren Figuren in Opern musikalisch so genau ausgedeutet, so als Individuen gestaltet: Jede Geste, jedes Wort, jede Gefühlsregung wird musikdramatisch nachvollziehbar charakterisiert, kommentiert oder auch ironisiert. Dieser Realismus kommt auch in den ungewohnt brüchigen Schlüssen zum Ausdruck. Zwar gehen alle Werke oberflächlich betrachtet gut aus, aber die Ereignisse der Oper haben die jeweiligen Grundverhältnisse in Frage gestellt und das Ende stellt keine heile Welt mehr her – die etablierte Ordnung in politischer, moralischer und emotionaler Hinsicht ist nur mühsam gekittet – keine der Figuren kann wirklich bruchlos so weiterleben wie zuvor. Das gleiche trifft für die
Zuschauer wie für alle späteren Komponisten und Librettisten zu:
Die Gattung Oper ist nach der Mozart-Da-Ponte-Trias zu etwas anderem geworden.