Barock für alle Sinne: Oh Musica und schöne Kunst!

Martin van Meytens d. J., Die Familie des Grafen Nikolaus Pálffy von Erdöd, um 1760

Kombiticket für die Händel-Oper "Rinaldo" in der Kammeroper und für die "Martin van Meytens"-Ausstellung im Winterpalais des Prinzen Eugen.
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Kammeroper Semiramide

Semiramide

Oper in drei Akten (1733)
Musik von Leonardo Vinci und Georg Friedrich Händel
Libretto von Pietro Metastasio

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Besetzung

Schauspieler Rolle
Musikalische Leitung Alan Curtis
Inszenierung und Ausstattung Francesco Micheli
Semiramide Çigdem Soyarslan
Tamiri Gan-ya Ben-gur Akselrod
Scitalce Andrew Owens
Mirteo Rupert Enticknap
Ircano Igor Bakan
Sibari Gaia Petrone
Nino, Semiramides Sohn Alessio Calciolari
Orchester Bach Consort Wien
Mo Di Mi Do Fr Sa So
September 2013     
23 27 29

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Alan Curtis

Musikalische Leitung

Curtis, AlanNach akademischer Lehrtätigkeit im Wechsel zwischen der University of Berkeley in Kalifornien und Europa widmet sich der Dirigent und Cembalist Alan Curtis seit langem dem Werk von Monteverdi bis Mozart und gehört zu den Pionieren der historischen Aufführungspraxis. Für seine Neuproduktionen der Opern von Monteverdi und Rameau verwendete er historische Instrumente sowie aus den originalen Quellen rekonstruierte Choreografien. Curtis gab die erste moderne Kopie einer Chitarrone in Auftrag und ließ das erste Cimbalo Cromatico im 20. Jahrhundert bauen.

Curtis unternahm den ersten erfolgreichen Versuch, Händels Orchestrierung einschließlich der inzwischen häufig verwendeten Theorbe wiederzubeleben. Zu den zahlreichen Opern, die er nach Quellen rekonstruiert hat, gehören u.a. Händels Radamisto, Glucks Armide sowie die ersten Wiederaufführungen von Vivaldis Opern Il Giustino, Catone in Utica sowie Ercole su’l Temodonte.

Es liegen zahlreiche Aufnahmen mit Curtis und Il complesso barocco bei mehreren Labels vor u.a. Händels Rodrigo, Admeto und Arminio, Ferraris Il Sansone, Monteverdis Kammerduette sowie Madrigale von Rossi und Lotti, die Einspielung Lettere amorose mit Musik von Scarlatti. Seine umfangreiche Händel-Diskographie wurde in den letzten Jahren mit Radamisto (in der Erstfassung von 1720), Ariodante und Alcina erweitert. Weiters erschien jüngst eine Anthologie mit Arien des Barocks, Drama Queens, gesungen von Joyce Di Donato. Seine Einspielung von Händels letzter Oper Deidamia wurde mit dem Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet.

Am Theater an der Wien war Curtis vielfach zu erleben, zuletzt mit Händels Amadigi di Gaula. An der Kammeroper übernahm er die musikalische Leitung von Semiramide.