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© Armin Bardel

Vom 13. April bis 20. April 2014
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Konzertant

An Index of Metals

Videooper (2003)

Musik von Fausto Romitelli

Libretto von Kenka Lekovich

Video opera for soprano soloist, ensemble, multimedia projection and electronics
Conception: Fausto Romitelli and Paolo Pachini
Music: Fausto Romitelli
Texts: Kenka Lekovich
Video: Paolo Pacchini, Léonardo Romoli

Aufführung in englischer Sprache

Besetzung

Schauspieler Rolle
Konzept Fausto Romitelli, Paolo Pacchini
Video Paolo Pacchini, Leonardo Romoli
Musikalische Leitung Baldur Brönnimann
Stimme Barbara Hannigan
Klangregie Peter Böhm & Florian Bogner
Orchester Klangforum Wien
  1. 30.01.2014
  2. 20:00

Fausto Romitelli, Paolo Pacchini

Konzept

Der italienische Komponist Fausto Romitelli, 1963 in Gorizia geboren, studierte Komposition zunächst am Konservatorium Giuseppe Verdi in Mailand und anschließend an der Accademia Chigiana di Siena bei Franco Donatoni sowie an der Scuola Civica di Milano. Neben Franco Donatoni waren es u.a. Ligeti, Scelsi, Stockhausen und Boulez, die sein frühes Schaffen inspirierten. Bereits seine Werke aus den 80er Jahren (z.B. Ganimede für Alt, und Kû für 14 MusikerInnen) belegen sein spezielles Interesse am Klang als, in seinen eigenen Worten, „ein wie heißes Eisen zu schmiedendes Material“.

1991 übersiedelte er nach Paris, um am IRCAM (Institut de Recherche et Coordination Acoustique/Musique) zu studieren. Als Schüler von Dufourt und Grisey lernte er dort neue Technologien kennen und arbeitete in den Jahren zwischen 1993 und 1995 auch als „compositeur en recherche“. Seine Experimente mit Klang-Entstehung und Spektral-Analysen beeinflussten seine Kompositionen. Er trachtete nach dem vollkommen neuen Konzept, Klang und Licht zu einem einzigen Prozess zu verschmelzen: „Das Ziel von An Index of Metals ist es, die profane Form der Oper in die Erfahrung einer umfassenden Wahrnehmung zu ändern und den Zuschauer in eine glühende Form zu stürzen, die sowohl phosphoreszierend als auch klangvoll ist, ein Magma aus fließenden Tönen, Formen und Farben, ohne Erzählebene außer jener der Hypnose, Besessenheit und Trance.“ Er schrieb An Index of Metals in den letzten Tagen seines aktiven Komponistenlebens und konnte noch erste Aufführungen miterleben. Nach schwerer Krankheit starb er im 41. Lebensjahr 2004 in Mailand.

Fausto Romitelli durchbrach gerne die Grenze zwischen E- und U-Musik und ließ sich von der Subkultur des anglo-amerikanischen Raumes inspirieren, liebte das Archaische und Spontane der Popmusik und fand in der E-Gitarre sein Lieblingsinstrument. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Preise für seine Werke und seine musikalische und kulturelle Forschungsarbeit, die ihm zu einer individuellen komplexen, expressiven und klanggewaltigen Sprache verhalf. Er gewann diverse Wettbewerbe in Amsterdam, Frankfurt, Graz, Mailand, Stockholm und Siena und war Gast verschiedener internationaler Festivals wie dem Festival d’Automne, Ultima Helsinki, Steirischen Herbst und den Darmstädter Ferienkursen.