La bohème

Premiere: Montag, 21. Jänner 2013, 19:30 Uhr

Oper von Giacomo Puccini

Musikalische Leitung: Claire Levacher
Inszenierung: Lotte de Beer
Mit Çigdem Soyarslan, Anna Maria Sarra, Andrew Owens, Ben Connor, Igor Bakan, Martin Thoma und Oleg Loza

Wiener KammerOrchester

Konzept-Komposition: Sinem Altan
Sounddesign (Mix der Zuspielung): DJ Ipek Ipekçioglu


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Weitere Aufführungstermine

Mittwoch, 23. Jänner 2013, 19:30 Uhr
Samstag, 26. Jänner 2013, 19:30 Uhr
Mittwoch, 30. Jänner 2013, 19:30 Uhr
Freitag, 1. Februar 2013, 19:30 Uhr
Sonntag, 10. Februar 2013, 19:30 Uhr
Freitag, 15. Februar 2013, 19:30 Uhr
Sonntag, 17. Februar 2013, 19:30 Uhr
Donnerstag, 21. Februar 2013, 19:30 Uhr
Sonntag, 24. Februar 2013, 19:30 Uhr

Handlung & Inhalt

In kaum einer anderen Oper stehen die (Existenz-)Sorgen und (Liebes-) Nöte junger Menschen so im Mittelpunkt des Geschehens wie in diesem Opernklassiker von Giacomo Puccini, der auf einem Roman von Henry Murger basiert. Glaubhaft realisieren kann man La bohème nur mit einem jungen Ensemble schöner Stimmen.

Jung, aber bereits höchst erfolgreich und international gefragt, ist auch das Leading Team: Sinem Altan und Lotte de Beer, die Puccinis Meisterwerk in unsere Zeit transferiert haben.

Hier begegnen wir keinen armen Bohemiens der Belle Époque, sondern treffen auf gelangweilte, junge Künstler einer Wohlstandsgesellschaft unserer Tage, die zwar ihre Rechte einfordern, aber nicht bereit sind, Verantwortung für sich oder jemanden anderen zu übernehmen. Der Schriftsteller Rodolfo trennt sich von seiner großen Liebe Mimi, als er erfährt, dass diese unheilbar krank ist. Der Maler Marcello tut sich schwer, mit Musetta eine dauerhafte Beziehung aufzubauen, der Philosoph Colline wählt lieber gleich das Single-Dasein. Löst der Tod Mimis ein Umdenken bei Rodolfo und den anderen aus? Bringt diese schmerzhafte, direkte Konfrontation mit der Endlichkeit des Lebens die Einsicht, dass sie auch als Künstler eine soziale Verantwortung haben?

Die deutsch-türkische Komponistin und Dirigentin Sinem Altan orientiert sich in ihrer auf 90 Minuten komprimierten musikalischen Neufassung zwar an den Gesangslinien und der musikalischen Struktur Puccinis, lässt aber auch akustische Wahrnehmungen unserer Tage in die Partitur einfließen. Versetzt uns etwa Puccini in das rege Treiben eines Weihnachtsmarktes in Paris zur Mitte des 19. Jahrhunderts, vernehmen wir nunmehr die Klangkulisse eines Einkaufszentrums. Statt bei Mimis Tod die Atmosphäre einer kleinen Mansarde bei Kerzenlicht zu skizzieren, setzt Sinem Altan in der Schlussszene lieber auf Geräusche, die in einem hoch technisierten Spital zu vernehmen sind. Das Orchester ist auf ein kleines Instrumentalensemble (Klavier-Trio) und einen Disc-Jockey reduziert.
Als Kontrapunkt werden auch historische Aufnahmen des Originals zu hören sein.