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Premiere The Rake's Progress am 13.11.08

Premiere The Rake's Progress am 13.11.08

THE RAKE'S PROGRESS

THE RAKE'S PROGRESS

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Im Fokus: Opern des 20. Jahrhunderts
Opernwerke sowie Raritäten des 20. Jahrhunderts sind ein wichtiger Bestandteil in der Programmierung des neuen Opernhauses Theater an der Wien. In dieser Saison stehen gleich drei Größen der Klangwelten des 20. Jahrhunderts im Mittelpunkt des Spielplans: Igor Strawinski, Richard Strauss und Claude Debussy.

Igor Strawinski: The Rake’s Progress
Der Kupferstichzyklus „A Rake’s Progress“ des englischen Malers William Hogarth beeindruckte Igor Strawinski so nachhaltig, dass er Aufstieg und Fall des Lebemanns Tom Rakewell zum Thema einer Oper machte. Die Neuproduktion von The Rake’s Progress gehört zu den Höhepunkten der Saison 08/09: Nikolaus Harnoncourt und Martin Kušej kreieren die einzige abendfüllende Oper von Strawinski neu für das Theater an der Wien. Es spielen die Wiener Symphoniker, es singt der Arnold Schoenberg Chor. In der Rolle des Wüstlings Tom Rakewell ist der Tenor Toby Spence zu hören, als Baba the turk Anne Sofie von Otter.

Zwei Seelen wohnen in seiner Brust, die eine will ein geordnetes Leben, die andere zieht es zu Laster und Unmoral: A Rake’s Progress, „Der Werdegang eines Wüstlings“, diese Serie von acht satirisch-gesellschaftskritischen Kupferstichen des englischen Zeichners William Hogarth hat Igor Strawinski bei einem Ausstellungsbesuch im Chicago Art Institute zur Komposition seiner einzigen abendfüllenden Oper inspiriert. Gemeinsam mit den Librettisten Auden und Kallman schuf Strawinski eine mit bösem, schwarzem Humor gespickte Komödie, die episodisch die zweifelhafte Karriere eines durch Erbschaft wohlhabend gewordenen Tunichtguts erzählt.


„Lasst uns zu den alten Meistern zurückkehren und es wird ein Fortschritt sein!“, sagte Strawinski und orientierte sich in seiner mit einem Augenzwinkern komponierten Musik zu The Rake’s Progress an Händel und Mozart, Rossini und Bellini. Gemäß seinem postulierten Anachronismus schrieb er eine neoklassizistische und rhythmisch komplexe Nummernoper mit in sich geschlossenen Arien, Duetten und Chören.

Im Rahmen dieser Opernproduktion findet ein Musikvermittlungs- und Jugendprojekt in Kooperation mit Wiener Schulen, „Oper zum Anfassen“ (Ltg. Dietmar Flosdorf) und Jugendlichen im offenen Strafvollzug im Schweizer Haus Hadersdorf (Projekt „Wir_hier Kunst unter Strafe“) statt.