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IL POSTINO Europäische Erstaufführung

Der ORF sendet Il postino am 18.12.10 ab 19.30 Uhr im Programm Ö1.

Plácido Domingo (Pablo Neruda)

Plácido Domingo (Pablo Neruda)

Weitere Informationen:

Koproduktion mit der Los Angeles Opera (Uraufführung am 23. 9. 10)

„In jedem steckt ein Poet, solange er nur das Herz sprechen lässt.“ Die europäische Erstaufführung des Stoffes war schon als Film höchst erfolgreich und zum Oscar nominiert. Das Stück steht ganz im Zeichen von Annäherung und Entfernung: In den 1950er Jahren lebt der Nobelpreisträger und Dichter Pablo Neruda mit seiner Frau auf der Insel Cala di Sotto im Exil. Von den Briefen seiner Anhänger wird er geradezu überrollt. Der schüchterne Fischer Mario Ruoppolo wird deshalb als Privat-Briefträger für Neruda engagiert, um die tägliche Post zu bringen - darunter unzählige Liebesbriefe. Zwischen den ungleichen Männern entwickelt sich langsam eine tiefe Freundschaft. Angespornt von Nerudas Erfolg bei Frauen beginnt Mario, dessen Gedichte zu lesen und erkennt dabei seine Liebe zur Dichtung. Mario fasst schließlich den Mut, um die unnahbare Beatrice zu werben, mit Nerudas Worten, die er als seine eigenen ausgibt. Es gelingt ihm, sie für sich zu gewinnen. Sie feiern Hochzeit, und Neruda ist Trauzeuge. Gleichzeitig erhält der Exilant die Nachricht, wieder in seine Heimat zurückkehren zu dürfen. Jahre später kehrt Neruda zu einem Besuch auf die Insel zurück …

Diese Oper des mexikanischen Komponisten Daniel Catán wird am Theater an der Wien unter dem Dirigenten Jesús López-Cobos mit Plácido Domingo (als Pablo Neruda) und Israel Lozano (Mario Ruoppolo) ihre europäische Erstaufführung in spanischer Sprache erleben. Der erfahrene Mann und sein Schüler, die Macht der Poesie - nahezu aus dem Leben gegriffen scheint die Besetzung für die Bühne, war Israel Lozano doch Preisträger des von Plácido Domingo ins Leben gerufenen „Operalia“-Gesangs-wettbewerbes. Die Inszenierung stammt von Ron Daniels, der in den U.S.A. zu den gefragtesten Regisseuren zählt.

Mit Mario werden wir Schüler von Neruda. Wir erleben die Geburt von Dichtung, wir hören und sehen, wie die Schönheit der Natur in Sprache und Musik gerinnt und was sie bei anderen Menschen zu bewirken vermag: Der Zauber lyrischer Sprache erweckt bei Beatrice die Liebe zu dem armen Briefträger. Daniel Catán fasst das alles in fulminante Musik und schildert in dieser fiktiven Episode aus Nerudas Leben bewegend die Macht der Poesie.

Mit einem zeitgenössischen Stück in spanischer Sprache kehrt Plácido Domingo an die Wienzeile zurück. „Daniel Catáns Opern sind in den Vereinigten Staaten und anderswo sehr populär. Seine Oper Florencia en el Amazonas war 1997 ein großer Erfolg in der Los Angeles Opera“, schildert Domingo seine Beziehung zum mexikanisch-amerikanischen Komponisten. „Bereits seit mehreren Jahren wollten wir gemeinsam ein neues Werk erarbeiten. Als er mir erzählte, dass er an einer Opernfassung von Il Postino arbeitet, spürte ich sofort, dass Pablo Neruda eine Rolle war, die ich unbedingt zum Leben erwecken wollte.“ Für seine vierte Oper ließ sich Komponist Catán vom gleichnamigen Film von Michael Radford aus dem Jahr 1994 und vom Roman Ardiente Paciencia von Antonio Skármeta, auf dem der Film basierte, inspirieren. „Schon als ich den Film zum ersten Mal sah, erkannte ich sofort, dass Il Postino ein geeignetes Thema für eine Oper war“, sagt Daniel Catán. „Es geht um Kunst und Liebe: Den Grundlagen, auf denen wir unser Leben aufbauen. Liebe ist, was uns zu Menschen macht. Kunst ist unser anspruchvollstes Werkzeug, um Menschlichkeit zu erreichen. Und Oper ist eine der komplexesten Kunstformen, die wir erdacht haben, da sie Musik und Poesie vereint.“

Premiere: Donnerstag, 9. Dezember 2010, 19.00 Uhr
Aufführungen: 11., 14., 18. & 21. Dezember 2010, 19.00 Uhr

Alle Vorstellungen sind ausverkauft. Restkarten an der Abendkasse.