Programm 11 | 12

© beyond / Thomas Riegler

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Georg Friedrich Händel: SERSE (1738)

Projektzeitraum: Oktober 2011 | Premiere: 16. 10. 2011
Regie: Adrian Noble | Dirigent: Jean-Christophe Spinosi

Ende gut, alles gut? Nach zahlreichen Verwirrungen und wilden Emotionen schließt Händels Serse mit einem „lieto fine“, einem glücklichen Schluss: Der König bereut, Verwechslungen werden aufgeklärt und die eifersüchtige Schwester wird versöhnt. Das Dramma per musica zählt zu Händels späteren Werken und zu der Reihe seiner Opern, welche den Konflikt von Politik, Moral und persönlichen Interessen thematisieren. Gesellschaftliche Haltungen der Epoche werden reflektiert und kritisch-satirisch beleuchtet.

Empfohlen für: Musik, Deutsch, Geschichte, Italienisch, Politische Bildung.

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Lera Auerbach: GOGOL (2011)

Projektzeitraum: November 2011 | Uraufführung: 15. 11. 2011
Regie: Christine Mielitz | Dirigent: Vladimir Fedoseyev

Eine Uraufführung mitzuerleben, zählt zu den besonderen Ereignissen eines Opernbetriebs, noch dazu, wenn es sich dabei um das Werk einer jungen Künstlerin mit eigenwilligem, interessantem Kompositionsstil handelt. Die vielseitige russische Komponistin Lera Auerbach spielt mit tonalen und atonalen Klängen und nähert sich auf poetische Weise dem großen russischen Dichter Nikolai Gogol. Eine spannende Herausforderung für Schulklassen, die ihren musikalischen Horizont erweitern und zeitgenössische Musik live erleben möchten.

Empfohlen für: Musik, Deutsch, Geschichte, Kunst, Russisch, Psychologie.

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Claudio Monteverdi: L’ORFEO (1607)

Projektzeitraum: Dezember 2011 | Premiere: 14. 12. 2011
Regie: Claus Guth | Dirigent: Ivor Bolton

Als erstes musikalisches Drama am 24. Februar 1607 in Mantua uraufgeführt, hat L’Orfeo von Claudio Monteverdi die Entwicklung des Musiktheaters entscheidend mitbegründet. Die frühbarocke „favola in musica“ in fünf Akten war so erfolgreich, dass es sofort zu zahlreichen weiteren Aufführungen kam. Auch der Stoff rund um Orfeo, der seine Euridice aus der Unterwelt zurückzuholen versucht, wurde vorher und nachher noch oft erzählt und hat bis heute nichts an Attraktivität verloren.

Empfohlen für: Musik, Deutsch, Geschichte, Italienisch, Kunst, Latein,
Griechisch.

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Christoph Willibald Gluck: TELEMACO (1765)

Projektzeitraum: Februar 2012 | Premiere: 19. 2. 2012
Regie: Torsten Fischer | Dirigent: René Jacobs

Nach Monteverdi und Händel spielte auch Christoph Willibald Gluck eine entscheidende Rolle in der Entwicklung der Oper vor Mozart. Gluck reformierte die Oper ganz im Dienste der Handlung, löste das strenge Prinzip Arie – Rezitativ auf und stellte die dramatische Entwicklung in den Mittelpunkt. Die Wahl des Stoffes von Telemaco folgt ganz der französischen Tradition der Tragédie lyrique, die sich häufig antiker Themen bedient. Im Mittelpunkt steht die Zauberin Circe, die Odysseus’ Vater auf ihrer Insel gefangen hält.

Empfohlen für: Musik, Deutsch, Geschichte, Italienisch, Latein, Griechisch.

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Jacques Ofenbach: LES CONTES D’HOFFMANN (1881)

Projektzeitraum: März 2012 | Premiere: 19. 3. 2012
Regie: William Friedkin | Dirigent: Riccardo Frizza

Gut und böse, Geister und Dämonen, Frauen und Fantasie – all diese Themen spielen sowohl in E. T. A. Hoffmanns Werk eine große Rolle als auch im Drama Les contes d’Hoffmann von Michel Carré und Jules Barbier. Die Geschichte über den eigenwilligen Dichter diente als Vorlage für diese Opéra fantastique. Ein Bösewicht, wechselnde Identitäten und vier verschiedene Frauen begleiten Hoffmann durch seine unheimlichen Erzählungen, schlussendlich gehen Fantasie und Realität mehr und mehr ineinander über.

Empfohlen für: Musik, Deutsch, Geschichte, Kunst, Französisch.

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Ambroise Thomas: HAMLET (1868)

Projektzeitraum: April 2012 | Premiere: 23. 4. 2012
Regie: Olivier Py | Dirigent: Marc Minkowski

Die letzte Oper des französischen Komponisten Ambroise Thomas ist gleichzeitig eine der ersten Opern, in der ein Saxofon im Orchestergraben glänzte. Das Libretto stammt von Michel Carré und Jules Barbier und basiert auf Shakespeares Hamlet. Durch neu dazu gedichtete Ophélie-Szenen wird die vom Prinzen Hamlet verlassene Geliebte und ihre dramatische Entwicklung stärker in den Mittelpunkt gestellt. Sie verliert den Verstand und ertränkt sich, Hamlet selbst stirbt über Ophélies Leichnam.

Empfohlen für: Musik, Deutsch, Geschichte, Französisch, Psychologie.