Schulprojekte 13 | 14

© beyond (Michael Huber | Thomas Riegler)

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IGOR STRAWINSKI: THE RAKE’S PROGRESS (1951)

Projektzeitraum: September 2013 | Premiere: 16.09.2013
Regie: Martin Kušej | Dirigent: Michael Boder ORF Radio-Symphonieorchester Wien

Bereits 2008 besuchten elf Schulklassen die Produktion The Rake’s Pro- gress im Theater an der Wien. O-Ton einer Schülerin: „Ungewohnt, ei- gentlich seltsam, sich Operngesang und dazugehörige Musik in einer neuartigen Inszenierung vorzustellen. Aber es war interessant, Fernse- her und Pool im Bühnenbild einer Oper zu sehen. Normalerweise bin ich dieser Musikrichtung – um es nett auszudrücken – nicht sonderlich zugetan, aber The Rake’s Progress hat mir gut gefallen, genau wie die Führung und überhaupt der ganze Workshop, den wir davor gemacht haben.“ Zur ausführlichen musikalischen Auseinandersetzung werden im Vorfeld Workshops gemeinsam mit MusikerInnen des ORF Radio- Symphonieorchester Wien angeboten.

16+ | Empfohlen für Musik, Kunst, Ethik/Philosophie, Psychologie, Englisch

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IAIN BELL: A HARLOT’S PROGRESS (2013)

Projektzeitraum: Oktober 2013 | Premiere: 13.10.2013
Regie: Jens-Daniel Herzog | Dirigent: Donald Runnicles Wiener Symphoniker

Genauso wie The Rake’s Progress beruht A Harlot’s Progress auf einer Serie von satirisch-gesellschaftskritischen Kupferstichen des englischen Zeichners William Hogarth aus dem Jahre 1731. Eine junge Frau na- mens Mary (Moll) Hackabout kommt vom Land nach London und schlägt sich als Prostituierte durch. Die Geschichte wurde vom jun- gen britischen Komponisten Iain Bell vertont und wird im Theater an der Wien uraufgeführt. MusikerInnen der Wiener Symphoniker werden in Workshops genauer auf die Komposition eingehen und den Schüler- Innen die Musik im Vorfeld näher bringen.

14+ | Empfohlen für Musik, Kunst, Ethik/Philosophie, Psychologie, Englisch

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W. A. MOZART: IDOMENEO (1781)

Projektzeitraum: November 2013 | Premiere: 13.11.2013
Regie: Damiano Michieletto | Dirigent: René Jacobs Freiburger Barockorchester

Mit 24 Jahren schrieb Mozart seinen Idomeneo, die Geschichte rund um den kretischen König Idomeneus, der aus dem Trojanischen Krieg zurückkommt und im Konflikt steht, seinen Sohn opfern zu müssen. Moralische Entscheidungen, Opferbereitschaft und der Kampf mit sich selbst sind die Themen, die es zu ergründen gilt. Das Werk galt lan- ge als Stiefkind des Mozart-Repertoires, wurde aber in den letzten Jahr- zehnten vermehrt wieder für die Opernbühne entdeckt. Die Inszenierung des jungen italienischen Regisseurs Damiano Michieletto verspricht eine spannende Auseinandersetzung und neue Sichtweisen.

14+ | Empfohlen für Musik, Geschichte, Psychologie, Latein, Italienisch

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JEAN-PHILIPPE RAMEAU: PLATÉE (1745)

Projektzeitraum: Februar 2014 | Premiere: 17.02.2014
Regie: Robert Carsen | Dirigent: William Christie Les Arts Florissants

Die Oper in einem Prolog und drei Akten wird auch als „Ballettkomö- die“ bezeichnet und gilt als comédie-lyrique sowie als ganz eigene Art komische Oper, häufig aber auch als Parodie der tragédie lyrique. Auf jeden Fall war es ein neuartiges Werk in einer Zeit der ernsten Oper und das originellste Werk Rameaus. Die Geschichte basiert auf einem Mythos, den der griechische Schriftsteller Pausanias überliefert hat und wurde 1745 anlässlich der Hochzeit des französischen Thronfolgers mit einer angeblich recht unattraktiven Infantin von Spanien uraufgeführt – es handelt von der hässlichen Wassernymphe Platée, die sich einbildet, alle Männer wären in sie verliebt. Burleske und komische Elemente so- wie ein spöttischer und leichter Ton charakterisieren das Werk.

14+ | Empfohlen für Musik, Geschichte, Deutsch, Griechisch, Französisch

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GEORG FRIEDRICH HÄNDEL: MESSIAH (1742)

Projektzeitraum: April 2014 | Premiere: 14.04.2014
Regie: Claus Guth | Dirigent: Christophe Rousset Les Talens Lyriques

Auf Basis des Oratoriums Messiah wird in dieser Saison auch die Jugend-Musiktheater-Produktion im Originalbühnenbild aufgeführt, die Schulvorstellung findet am 25. April um 11 Uhr statt – eine spannende Auseinandersetzung mit religiösen und philosophischen Themen und Hintergründen. Die szenische Fassung des Oratoriums von Claus Guth wurde bereits bei ihrer Erstaufführung im Jahr 2009 überwiegend be- geistert, aber auch kontrovers aufgenommen und viel diskutiert. O-Ton eines Schülers: „Mir hat die Aufführung sehr gut gefallen, der Chor war besonders toll. Die Inszenierung war in sich sehr schlüssig, die Frage ist, wie weit so etwas dem Messias gut tut – aber es war sehr interes- sant und hat zum Denken angeregt, das Oratorium einmal aus einem anderen Blickwinkel zu sehen.“

14+ | Empfohlen für Musik, Geschichte, Ethik/Philosophie, Deutsch, Englisch

GIUSEPPE VERDI: LA TRAVIATA (1853)

Projektzeitraum: Juni 2014 | Premiere: 01.07.2014
Regie: Peter Konwitschny | Dirigentin: Sian Edwards ORF Radio-Symphonieorchester Wien

Als Ausklang des Schuljahrs und der Saison bietet La traviata ein schö- nes Highlight – und die Gelegenheit für Schulklassen, einen Klassiker der Operngeschichte näher kennenzulernen. Verdis Oper rund um die Kurtisane Violetta bietet viel Stoff für spannende Diskussionen und die Frage nach dem idealen Lebensentwurf, nach „guter“ und „schlechter“ Gesellschaft. Regielegende Peter Konwitschny inszeniert, die musika- lische Seite wird gemeinsam mit MusikerInnen des ORF Radio-Sym- phonieorchesters Wien im Vorfeld ergründet und praktisch erforscht.

14+ | Empfohlen für Musik, Ethik/Philosophie, Psychologie, Deutsch, Italienisch