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Orfeo ed Euridice

Handlung

Premiere
Dienstag, 14. Oktober 2008
19:30 Uhr

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Mo Di Mi Do Fr Sa So
Oktober 2008
14 16 19
21 23

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Handlung

Eine Neuproduktion des Theater an der Wien

Der faszinierende Stoff der Orpheussage, der von der Macht der Musik und des Gesangs erzählt, hat Komponisten immer wieder zu Vertonungen inspiriert. So auch Christoph Willibald Gluck und den Librettisten Ranieri de’Calzabigi, die am Wiener Kaiserhof aufeinander trafen und mit Orfeo ed Euridice ein neues Musiktheater-Ideal verwirklichen wollten: Einfach und natürlich sollte die Musik sein, ohne aufgesetztes Brimborium. In diesem Streben nach Verinnerlichung, sowie um das "Wahrhaft- Menschliche" in den Vordergrund zu rücken, beschränkten Gluck und Calzabigi die Handlung und Figuren auf das Wesentliche.


Orfeo beklagt Euridices Tod und fordert von den Göttern ihre Rückgabe. Die Götter gestatten ihm, in die Unterwelt hinabzusteigen, um Euridice zurückzuholen. Er dürfe sie aber auf keinen Fall anblicken, bevor er nicht wieder auf die Erde zurückgekehrt sei, ansonsten sei sie für immer verloren. Orfeo gelingt es mit seinem Gesang und Leierspiel, die Furien zu besänftigen, die ihm daraufhin den Weg ins Totenreich freigeben. Dort trifft er Euridice, fasst ihre Hand und will sie mit abgewandtem Blick zu den Lebenden zurückführen. Doch der Weg ist lang und Euridice klagt über Orfeos unfassbare Lieblosigkeit. Da bricht seine Widerstandskraft und er schließt Euridice in seine Arme. Sie sinkt auf der Stelle leblos zu Boden und wird schließlich von Amor zu erneutem Leben erweckt, da der zweimalige Tod nur eine Treueprobe gewesen sei.


Glucks Musik ist geprägt von melodiöser Schönheit und größter Dramatik: "Da ich Musik nicht nur als eine Kunst, das Ohr zu amüsieren, betrachtet habe, sondern als eines der größten Mittel, das Herz zu bewegen und Empfindungen zu erregen, habe ich mich mit der dramatischen Handlung beschäftigt und den großen und kräftigen Ausdruck gesucht", notierte der Komponist. Fernab der Schablonenhaftigkeit der Opera seria finden in Orfeo ed Euridice Szenen aus lyrischen Gesangsnummern, Chören, Balletten und packenden Orchestereinwürfen zusammen, die nahtlos ineinander übergehen.