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Ezio (Gluck)

Handlung

Sonntag, 16. November 2008
19:00 Uhr

  1. 16.11.2008
  2. 19:00

Handlung

Im Jahre 451 gelingt es dem römischen General Ezio, an der Spitze eines römisch-germanischen Heeres in der Schlacht auf den Katalaunischen Feldern Attila, den Anführer der Hunnen, aus Gallien zurückzudrängen. Nach Rom zurückgekehrt, erwarten Ezio auch abseits des Schlachtfeldes Zwistigkeiten, denn er soll die Tochter von Kaiser Valentiniano heiraten. Doch seine Liebe gilt Fulvia, die ihrerseits vom Kaiser begehrt wird. Ihr Vater Massimo unterstützt diese Verbindung, denn er hegt tödliche Pläne gegen den Kaiser. Als Massimos Anschlag gegen den Kaiser misslingt, lenkt er den Verdacht auf Ezio. Zwiespältige Gefühle erfüllen Fulvia, steht sie doch zwischen ihrer Liebe zu Ezio und ihrer Bindung zum eigenen Vater. Und selbst der Kaiser ist ratlos, wem eigentlich noch zu trauen ist. Als Massimo gar das Volk gegen den Herrscher aufzuwiegelt, ist es an Ezio, Valentiniano das Leben zu retten.


Für die Karnevalssaion 1750 erhält Christoph Willibald Gluck den Auftrag, für das Kotzen-Theater in Prag das Ezio-Drama des berühmtesten Librettisten der Zeit, Pietro Metastasio, zu vertonen. Gluck komprimiert das metastasianische Original in wesentlichen Teilen und erzielt so eine Verdichtung der dramatischen Vorgänge. Die an musikalischen Kostbarkeiten reiche Partitur zeigt Gluck in seiner Zwischenstellung zwischen Händel und Mozart, denn es wird nicht länger über Affekte gesungen, sondern es stehen Motive und Handlungen im Vordergrund. So ist Ezio eine wichtige Station auf Glucks Weg zum Opernreformator.