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Tolomeo e Alessandro

Handlung

Sonntag, 18. Jänner 2009
19:00 Uhr

  1. 18.01.2009
  2. 19:00

Handlung

Mehr als 500 erhaltene Cembalo-Sonaten sind es, die gemeinhin (und fast ausschließlich) mit dem Namen von Domenico Scarlatti assoziiert werden. Während diese Sonaten vornehmlich in der Zeit des Engagements von Scarlatti am Hofe von Madrid entstehen, ist er in Rom – in Diensten der exilierten polnischen Königin Maria Kazimiera Sobieska – als deren maestro di capella mit der Komposition von Opern und szenischen Serenaden betraut. Das Libretto zum am 19. Januar 1711 im römischen Palazzo Zuccari uraufgeführten Dramma per musica Tolomeo e Alessandro verfasst Carlo Sigismondo Capece, Maria Kazimieras Sekretär, von dem folgende Inhaltsangabe stammt:

Tolomeo, von seiner Mutter Cleopatra verbannt, lebt heimlich auf Zypern als einfacher Schäfer unter dem Namen Osmino. Seleuce, sein Weib, das ihm entrissen wurde und von Cleopatra zu Trifone, dem Tyrannen von Syrien, geschickt wird, erleidet unterwegs Schiffbruch. Alle Welt glaubt, sie sei ertrunken. In Wirklichkeit aber rettet sie sich, und da sie ihren Gemahl auf Zypern weiß, begibt sie sich, ebenfalls als Schäferin unter dem Namen Delia, dorthin, um ihn zu suchen. Unterdessen ist Alessandro auf Geheiß seiner Mutter mit einem mächtigen Heer gen Zypern gezogen, um Tolomeo zu fangen. Im Innersten aber ist er entschlossen, seinen Bruder zu retten und ihm die Krone zurückzugeben. Zu dieser Zeit herrscht in Zypern Araspe, der mit seiner Schwester Elisa in einem Lustschloss am Strande lebt. Er verliebt sich in die Schäferin Delia, die eigentliche Seleuce, während Elisa in Liebe zu Osmino, dem wirklichen Tolomeo, entbrennt. Endlich ist auch noch Dorisbe da, die Tochter des Isauro, Fürst von Tyros. Araspe hatte sie einst geliebt und dann verlassen. Sie verkleidet sich als Gärtnerin und nennt sich Clori. Zwischen diesen sechs Personen ereignen sich nun verschiedene Vorfälle.

Dem geradezu detektivischen Spürsinn von Alan Curtis ist es zu verdanken, dass Tolomeo e Alessandro fast dreihundet Jahre nach der Uraufführung wieder zu hören ist, hat er doch den ersten Akt in Mailänder Privatbesitz, die beiden folgenden Akte in der englischen Adelsresidenz Belton House aufgespürt. So wurde die Aufführung im Juli 2007 zu einem herausragenden Ereignis beim Festival von Montisi in der Toskana.