Hauptsponsor Theater an der Wien
Agrana Online

Opern-Videos auf YouTube

YouTube Screenshot

Die Abos für 2014/15 sind da!

Sparen Sie 20% für Abos und Zyklen!

Zu den Abos und Zyklen

Lazarus

Handlung & Informationen

Premiere
Mittwoch, 11. Dezember 2013
19:00 bis ca. 21:30 Uhr
(Pause ca. 20:00 Uhr)

Datum auswählen:

Mo Di Mi Do Fr Sa So
Dezember 2013
11 13
16 18 20
23

Tickets

Kaufen Schenken Erinnerung Mein Kalender

Handlung

1820 wandte sich Franz Schubert einem Oratorien-Libretto von August Hermann Niemeyer aus dem Jahr 1778 zu: Lazarus oder Die Feier der Auferstehung. Das vom Librettisten als „Religiöses Drama“ bezeichnete Werk ist nur als Fragment überliefert. Der 1. Akt liegt vollständig vor, der 2. Akt bricht mitten in einer Arie ab. Das restliche Manuskript ist verschollen; was Schubert noch komponiert hat, ist ungewiss. Erst 1863, 35 Jahre nach seinem Tod, wurde das Fragment in Wien uraufgeführt. Gleichwohl ist der Lazarus eines der bewegendsten Werke der Vokalmusik und nimmt im OEuvre Schuberts eine besondere Stellung ein.

Die Auferweckung des Lazarus ist nur im Johannes-Evangelium überliefert, wo sie der Passionsgeschichte Christi vorausgeht. Zusammen mit seinen Schwestern Maria und Martha ist Lazarus ein glühender Anhänger des Messias.
Er stirbt im festen Glauben an die Auferstehung am Jüngsten Tag. Jesus setzt jedoch ein Zeichen, indem er den bereits mehrere Tage Begrabenen ins Leben zurückholt. In Niemeyers Lazarus wird das zum Wendepunkt im Leben des Simon, der durch Schicksalsschläge seinen Glauben verloren hat. Im 3. Akt (zu dem wir keine Musik von Schubert kennen) wird er durch die Begegnung mit dem wiederauferstandenen Lazarus bekehrt.

Anknüpfend an die szenische Aufführung von Händels Messiah (2008) setzt Claus Guth mit Schuberts Oratorium seine Beschäftigung mit den Themen Tod und Erlösung fort. Er nutzt den Umstand, dass die überlieferte Partitur mitten in der Grablegung des Verstorbenen abbricht, die Wundergeschichte von der Auferweckung des Lazarus also ausgespart bleibt. Mit instrumentalen Kompositionen von Charles Ives (u. a. The Unanswered Question) und weiteren Vokalwerken von Franz Schubert verwebt er den Lazarus zu einem Theaterabend, der um das Sterben und um das, was vielleicht danach kommt, kreist. Eine Aufführung, in der es um Fragen geht, auf die es keine endgültigen Antworten gibt.