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OsterKlang ´14

© Armin Bardel

Vom 13. bis 20. April 2014
Programm

Theater an der Wien-Produktionen auf DVD im
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Semiramide

Handlung & Informationen

Premiere
Montag, 23. September 2013
19:00 bis ca. 22:00 Uhr
(Pause ca. 20:30 Uhr)

Lageplan Kammeroper

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September 2013     
23 27 29

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Handlung

Nur wenige Libretti wurden im 18. Jahrhundert öfter vertont als Metastasios Bearbeitung des Semiramis-Stoffes. Unter den zahlreichen Komponisten finden sich auch Namen wie Porpora, Myslivecek, Hasse oder Gluck. Selbst Rossini und Meyerbeer sahen Jahrzehnte später in der Geschichte über die sagenhafte assyrische Königin noch eine ideale Vorlage. Metastasio hat die seinem Drama zugrundeliegenden Elemente des Semiramis-Mythos zu einer äußerst komplizierten, an Verwechslungen und Verwicklungen reichen Handlung gefügt. Dennoch gilt dieses Libretto nicht nur in seiner konsequenten und klaren Darstellung der beiden Stränge (hier das Geschehen um Semiramis, dort die Gattenwahl Tamiris), sondern auch durch die geschickt bis zum Lieto fine verzögerte
öffentliche Demaskierung des vermeintlichen Königs als ein exemplarisches Musterbeispiel für ein „dramma per musica“.

Die ägyptische Prinzessin Semiramis hat sich der Herrschaft über Assyrien bemächtigt, gibt sich jedoch als Mann aus. Tamiri, die künftige Regentin des Assyrien tributpflichtigen Baktrien, soll in Babylon unter drei Bewerbern
ihren künftigen Ehemann wählen. Als sich Tamiri jedoch für Scitalce, einen Prinzen aus Indien entscheidet, in dem Semiramis ihren früheren Geliebten erkennt, versucht Semiramis dies zu verhindern. Dadurch werden eine Reihe von Intrigen und Täuschungen ausgelöst, in deren Verlauf der vermeintliche Vertraute von Semiramis, Sibari, als Schurke entlarvt wird.


Auch Händel hat 1733 die erfolgversprechende Vorlage Metastasios aufgegriffen. Allerdings in Form einer Koproduktion großer Namen der damaligen Zeit, welche auf Leonardo Vincis Vertonung des populären Stoffes aus dem Jahre 1729 basiert, aber auch einige Erfolgsnummern von Johann Adolf Hasse enthält. Die Rezitative stammen sämtlich aus der Feder von Händel. Dessen Hoffnung, damit für seine Kompanie einen durchschlagenden Erfolg einzufahren, mit der er die Konkurrenz in Schach halten konnte, wurde jedoch enttäuscht. Waren doch seine eigenen Anhänger auf Händels Kompositionen fixiert, während diejenigen, die er mit der Musik der neuen Italiener zu gewinnen hoffte, nicht zuletzt aus Loyalität zur Konkurrenz fernblieben. Der amerikanische Dirigent und Händel-Spezialist Alan Curtis hat es sich zur Aufgabe gemacht, Händels Arrangement der Semiramide zu rekonstruieren und erneut zum Klingen zu bringen.