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Médée

Handlung

Premiere: Donnerstag, 6. März 2008, 19.00 Uhr

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März 2008
06 09
11 15
17 19

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Handlung

Enttäuschte Liebe, Verzweiflung, Eifersucht, Rache, Kindsmord – all dies steckt in dem antiken Sagenstoff um Medea, der über die Jahrhunderte hinweg nichts von seiner Faszination eingebüßt hat. Unzählige Dramatiker und Autoren wie Euripides, Grillparzer, Hans Henny Jahnn und Christa Wolf beschäftigten sich mit dieser imposanten Frauengestalt. Einer der Höhepunkte in der Deutung ist gewiss Luigi Cherubinis Oper von 1797, die glaubhaft die seelische Unrast von Medeas zerrissenem Wesen schildert und Cherubinis künstlerischen Ruhm begründete.


Medée hatte Jason einst mit ihren Zauberkräften geholfen, das Goldene Vlies nach Griechenland zu bringen. Sie wurde seine Geliebte und gebar ihm zwei Kinder. Mittlerweile hat sich Jason aber in Dircé, die Tochter des korinthischen Königs, verliebt und will sie heiraten. Als Medée bei der Hochzeitsfeier erscheint, versucht sie vergebens, Jason zurück zu gewinnen. Seine ablehnende Haltung verletzt sie so sehr, dass sie Rache schwört. Von Eifersucht und Hass getrieben sendet sie Dircé ein mit Gift getränktes Kleid und tötet ihre eigenen Kinder. Höhnisch vernimmt sie Jasons Klagen und prophezeit ihm ein ruhloses Leben sowie ein Wiedersehen im Hades.

Die imposante Rolle der Medée entfacht sowohl Anteilnahme als auch Entsetzen, denn Cherubinis Musik lässt den Zuhörer Medées inneren Kampf, dieses Umkippen von Liebe in vernichtenden Hass, dramatisch hautnah miterleben. Dabei liegt der Nachdruck nicht auf der äußeren Handlung, sondern auf den psychischen Vorgängen der Figuren. In ihrer stilistischen Vielfalt, ihrer düsteren Größe und Erhabenheit sowie ihren großen, in sich geschlossenen musikalischen Szenen reicht Medée weit über die Opern der Zeitgenossen hinaus. Nicht ohne Grund rühmten Haydn, Beethoven, Mendelssohn, Schumann, Wagner und Brahms das Werk des italienischen Komponisten. Letzterer hielt Medée gar für „das Höchste in dramatischer Kunst“.