Hauptsponsor Theater an der Wien
Agrana Online

Opern-Videos auf YouTube

YouTube Screenshot

Die Abos für 2014/15 sind da!

Sparen Sie 20% für Abos und Zyklen!

Zu den Abos und Zyklen

Dialogues des Carmélites 2008

Handlung

Premiere: Samstag, 19. Jänner 2008, 19:00 Uhr

Datum auswählen:

Mo Di Mi Do Fr Sa So
Jänner 2008
19
21 23 26
29 31

Tickets

Kaufen Schenken Erinnerung Mein Kalender

Handlung

Es ist ein ungewöhnlicher Opernstoff, den sich der französische Komponist Francis Poulenc 1953 mit dem Schauspiel Les Dialogues des Carmélites von Georges Bernanos vorgenommen hat. Das Schicksal der Tochter aus gutem Haus, die während der Französischen Revolution ihre Angst im Tod überwindet, hat Gertrud von Le Fort in ihrer Novelle Die Letzte am Schafott erzählt, die Georges Bernanos später dramatisierte. Dabei bildet das Aufeinandertreffen von Revolution und Religion nur den äußeren Rahmen. Was Poulencs Oper im Innern zusammenhält, ist das Thema der Angst, das in der Figur der Blanche fokussiert ist und diese "Dialog-Oper" zum Panorama der Entstehungszeit, den Nachwehen des Zweiten Weltkriegs, weitet.

Synopsis
Geplagt von Panikattacken seit frühster Kindheit tritt die junge Blanche in den Orden der Karmeliterinnen ein. Durch Gespräche mit ihren Mitschwestern wächst zwar Blanches Glaube, siegt aber dennoch nicht über ihre anhaltenden Lebens- und Todesängste. Hautnah erlebt sie schließlich den qualvollen Tod der Priorin, die in ihrem Delirium die folgende Katastrophe vorausahnt: Von der revolutionären Masse gehetzt, besteigen alle Karmeliterinnen – bereit zum Martyrium – singend das Schafott. Nur Blanche ist in Todesangst geflüchtet. Als sie jedoch sieht, wie ihre Mitschwestern im Terreur der Jakobiner für ihre Standhaftigkeit umgebracht werden, löst sich Blanche aus der gaffenden Menge, besteigt selbst das Schafott und folgt, endlich befreit von ihrer Furcht, den Schwestern in den Tod.

Francis Poulenc hat zu der ihn existenziell berührenden Vorlage äußerst raffinierte und doch unmittelbar eingängige Musik geschrieben. Mit einer kurzgliedrigen Wendigkeit, einem Sprechton, der sich jederzeit aufschwingen kann, wird klar erzählt. Hinzu kommen ausdrucksstarke sinfonische Zwischenspiele sowie in manchen Szenen kraftvolle Frauenchöre von beinahe überirdischer Wirkung. Dabei bleibt Poulencs Musik immerzu ein unentbehrlicher Bestandteil der titelgebenden Dialoge. Es sind dies Dialoge am Abgrund – am eigenen wie an dem der Zeitgeschichte.