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Tod in Venedig

Handlung

Premiere
Freitag, 30. Jänner 2009
20:00 Uhr

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Mo Di Mi Do Fr Sa So
Jänner 2009
30 31

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Handlung

Ein Gastspiel des Hamburg Ballett

"Tod in Venedig, an diesen Titel hat jeder bestimmte Erwartungen, er löst eine ganze, mehr oder weniger lange Kette von Assoziationen aus: Da ist die Stadt Venedig, selbst schon ein Mythos, der Strand mit dem ewig wogenden Meer, aber vor allem natürlich der wohl situierte und etablierte alternde Künstler, der angesichts der Schönheit und Jugend des Knaben Tadzio sein gesamtes Lebenskonzept aufgibt…" John Neumeier ist sich bewusst, welche Herausforderung die choreografische Arbeit zu Thomas Manns Novelle bedeutet.

Thomas Mann schrieb die Novelle Tod in Venedig 1911/12 nach seinem Sommeraufenthalt in der Lagunenstadt. Die Publikation sorgte für großes Aufsehen, denn zur Sprache kam ein absolutes Tabuthema: Die Liebe eines Mannes zu einem Jüngling. Die Beziehung zwischen dem Schriftsteller von Aschenbach und dem Jungen Tadzio erschüttert den Protagonisten bis ins Mark, obwohl sie nur platonischen oder allenfalls voyeuristischen Charakter hat. Kein einziges Wort wechselt von Aschenbach mit Tadzio. Er gibt sich der Faszination und seinen Gefühlen so stark hin, dass er sich wehrlos der nahenden tödlichen Cholera aussetzt.

John Neumeier zeigt mit Musik von Johann Sebastian Bach und Richard Wagner seine persönliche Perspektive auf das Stück Weltliteratur. "Mich fasziniert an Thomas Manns Text das, was ich als Beschreibung der absoluten Liebe interpretiere. Tadzio ist der Auslöser dafür, dass der Mensch von Aschenbach mit seiner anderen Seite konfrontiert wird. Seine Würde war ihm alles, seine Arbeit brachte ihm sogar den Adelstitel. Bei mir im Ballett ist von Aschenbach ein Meisterchoreograf. Zunächst kämpft er gegen seine Emotionen an und findet für seine Faszination eine rein künstlerische Berechtigung, doch er muss sich hingeben. Und diese vollkommene Hingabe bedeutet seinen Tod in Venedig."