Hauptsponsor Theater an der Wien
Agrana Online

Videos auf YouTube

YouTube Screenshot

Zum YouTube-Channel
Link YouTube

Die Abos für 2014/15 sind da!

Sparen Sie 20% für Abos und Zyklen!

Zu den Abos und Zyklen

Eröffnungskonzert 2014|15

Inhalt

Mittwoch, 10. September 2014
19:30 bis ca. 21:20 Uhr
(Pause ca. 20:00 Uhr)

  1. 10.09.2014
  2. 19:30

Inhalt

Nikolai Rimski-Korsakow
Ouvertüre Russische Ostern

Modest Mussorgski
Eine Nacht auf dem kahlen Berge

Nikolai Rimski-Korsakow

Scheherazade


Zum Programm:

Die Ouvertüre Russische Ostern von Nikolai Rimski-Korsakow, geschrieben 1888, eröffnet den Abend und zeigt die meisterhafte Beherrschung der Orchestration des Komponisten. Die Holzbläser intonieren anfänglich ein orthodoxes Gesangsstück, mit dem Rimski-Korsakow den österlichen Gottesdienst in einer russischen Kathedrale eröffnet, in dessen Verlauf Grablegung und Auferstehung Christi geschildert werden und im Triumphgesang der Engel kulminieren. Rimski-Korsakow widmete Russische Ostern seinem Komponistenfreund Modest Mussorgski, dessen Eine Nacht auf dem kahlen Berge das zweite Stück des Abends bildet. Während Rimski-Korsakow als Marineoffizier und Komponist hoch angesehen und erfolgreich war, blieb Mussorgski zeitlebens ein trinkender Außenseiter aus der Provinz. Aus der unglücklichen Biographie entsprang ein radikal unangepasstes, eigenwilliges Werk.

In der sinfonischen Dichtung Eine Nacht auf dem kahlen Berge vertonte Mussorgski das Hexentreiben in der Johannisnacht. Das zunächst zwölfminütige Werk wurde zu Lebzeiten Mussorgskis nie aufgeführt und Rimski-Korsakow erstellte für die Pariser Weltausstellung von 1899 eine neue Orchestrierung, für die sich auch Gustavo Dudamel und die Wiener Philharmoniker entschieden haben. Die Urfassung wurde erst 1968 publiziert, 101 Jahre nachdem Mussorgski das orgiastische Treiben vertont hatte, über dessen heftige Attacken von Streichern und Bläsern der Komponist selbst schrieb: „Ich denke, das passt vollkommen zum Charakter des Hexensabbats, der aus nichts als Schreien und verstreuten Ausrufen besteht, bis zu dem Moment, wo sich das diabolische Pack in heillose Verwirrung stürzt.“ Zu seiner symphonischen Suite Scheherazade, Abschlusswerk des Eröffnungsabends, hat Nikolai Rimski-Korsakow ein Einleitungswort für die Partitur verfasst: „Der Sultan Schahriar, überzeugt von der Falschheit und Untreue der Frauen, hatte geschworen, jede seiner Frauen nach der ersten Nacht töten zu lassen. Aber Scheherazade, die Tochter des Großwesirs, rettete ihr Leben, indem sie sein Interesse fesselte durch die Märchen, die sie ihm während Spannung schob der Sultan von Tag zu Tag Scheherazades Tötung hinaus, und endlich ließ er den grausamen Beschluss völlig fallen. Sehr viele Wunder wurden dem Sultan Schahriar von Scheherazade erzählt. Für ihre Erzählungen entlehnte sie den Dichtern die Verse, den Volksliedern die Worte, und sie schob dieselben ineinander.“ Rimski-Korsakow schuf neben seinen Opern, die ein russischer
Gegenentwurf zur Opernwelt Richard Wagners darstellen, originelle Orchesterwerke, in denen er seine Vorstellungen der Tondichtung verwirklichen konnte.

In den fruchtbaren Jahren 1887/88 schrieb er neben der großen Ouvertüre Russische Ostern auch die symphonische Suite Scheherazade. Seine Meisterschaft der Orchestrierung und seine Fähigkeit zur musikalischen Illustration erzeugt dank der einfühlsamen Instrumentierung die hitzigmärchenhafte Atmosphäre eines orientalischen Harems.