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Geschichten aus dem Wiener Wald

Handlung & Information

Premiere
Samstag, 14. März 2015
19:00 Uhr

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März 2015
14
16 18 21
23

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Im Jahr 1931 wurde Ödön von Horváths bitterböses wie hellsichtiges „Volksstück“ in Berlin uraufgeführt. Er liefert darin eine genaue satirische Bestandsaufnahme der Geisteshaltung der Kleinbürger, die unter dem Deckmantel einer selbstgerechten „Wiener Gemütlichkeit“ ihre Vorurteile und engen moralischen Einstellungen konservieren. Solche Typen gab es aber nicht nur Anfang der 1930er Jahre in Wien, aus Dummheit gefährliche Spießer finden sich immer überall. Nun hat sich im Auftrag der Bregenzer Festspiele und des Theater an der Wien der Wiener Komponist, Dirigent, Chansonnier und Schauspieler HK Gruber zusammen mit dem Regisseur und Librettisten Michael Sturminger daran gemacht, Horváths Stück in eine Oper umzuwandeln.

Der alte Zauberkönig ist Besitzer einer Puppenklinik und hat eine Tochter, Marianne. Sie soll Oskar, den Inhaber der benachbarten Fleischhauerei, heiraten. Ihr ist nicht wohl dabei, und am Tag der Verlobung brennt sie mit dem Hallodri Alfred durch. Sie bekommt ein Kind, aber die Liebe zwischen ihr und Alfred zerbricht schnell an finanziellen Problemen. Als ihr Vater sie als Nackttänzerin in einem Nachtclub, wo sie Geld verdienen muss, entdeckt, verstößt er die Missratene entrüstet. Alfreds Familie mag die mittellose Marianne auch nicht, aber wegen des Kindes wird man sie ja nicht los. Die Großmutter löst das Problem: Sie setzt das hinderliche Kind der Kälte aus, und es stirbt an Lungenentzündung. Die Verhältnisse können nun wieder in Ordnung kommen, Oskar verzeiht Marianne und will sie doch noch heiraten, Alfred wendet sich wieder seiner alten Geliebten, der wohlhabenden Trafikantin Valerie, zu. Neben seine Hauptfiguren setzt Horváth ein buntes Personal, das einen Querschnitt des Kleinbürgertums der Zwischenkriegszeit verkörpert: Den Strizzi Hirlinger, den Rittmeister, der noch in der k.k. Zeit lebt und den deutschen Jurastudenten Erich, in dessen Ansichten sich Hitlers großdeutscher Wahnsinn ankündigt.