Uri Caine

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The Othello Syndrome

Programm

Dienstag, 20. Oktober 2009
19:30 Uhr bis ca. 21.10 Uhr
(eine Pause)

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August 2014

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Mitten in Manhattan, umrahmt von den 15–geschossigen Wohnhausburgen der vorletzten Jahrhundertwende, steht ein Denkmal von Giuseppe Verdi. Genau dieses Denkmal hat den Pianisten und Keyboarder Uri Caine, tief verwurzelt in der New Yorker Jazzszene, zu dem Projekt The Othello Syndrome inspiriert, das am 20. Oktober 2009 auf die Bühne des Theater an der Wien gebracht wird. Die musikalischen Grundideen Verdis werden von Caine in eine andere Musiksprache übersetzt. Der Ort des Geschehens verwandelt sich dabei in den musikalischen Schmelztiegel einer modernen Großstadt-Metropole mit Jazz und Pop-Elementen, Rhythm & Blues, Be Bop und elektronischen Sounds.

Ein Crossover-Projekt von Uri Caine

„Die Musik des heutigen New York hat einen einzigartigen Charakter: Es ist ein Mosaik an Aktualität, das für die unzähligen ethnischen Gruppen steht, die in der Stadt beheimatet sind; New York ist ein Kraftpunkt musikalischer Energie, der offen ist für jede Art von neuem Einfluß. Ich bin aber nicht so sehr an dem Aspekt interessiert, die Musik mit ihren ganzen Neuerungen aufzugreifen (was mich zwangsläufig einschränken würde), sondern vielmehr daran die Lebendigkeit der zahlreichen Musiktraditionen herauszuarbeiten, die heute miteinander existieren.“

Im Jahr 2003 leitete der amerikanische Komponist und Jazzmusiker Uri Caine das Musikfestival der Biennale di Venezia. Inspiriert von dieser Aufgabe nahm er sich eines der wichtigsten Werke von Verdi an und begann dieses mit seinem musikalischen Verständnis des 21. Jahrhunderts neu zu gestalten und zu komponieren. Aus Verdis Oper „Otello“ wird Uri Caines „The Othello Syndrome“.

Mit diesem Werk adaptiert Uri Caine Verdis “Othello” mit Elementen des Jazz, Philly Sound, R&B, Electronic und experimenteller Musik. Caine bleibt Verdi treu, die Handlung von William Shakespear interessiert ihn nur bruchstückhaft, er will seine Musikwelt schaffen, die sich mit der Partitur von Verdi und den Klängen der italienischen Oper auseinandersetzt. Caines Hinterfragung des Othellos Syndromes ist ein Opus, dass ohne den Einfluß der heutigen New Yorker Musikszene schwer denkbar wäre, dort in Manhatten, wo Verdis Statue steht, und sich Anfang des 21. Jahrhunderts ganz unterschiedliche, einst sich fremde Musikwelten treffen und vereinen. Uri Caine scheibt im Programmheft der Biennale: „Es gibt Musikgattungen, die stammen aus der Tradition, die Partitur entsteht innerhalb eines festen Gerüsts, andere verbinden frei die Improvisation und den Notentext; wiederum andere kommen aus der vollkommen freien Improvisation, während andere die Electronic als Ausdrucksmittel benützen. So gibt es Musikformen aus der Vergangenheit und jene, die aus der jüngeren Tradition angeregt werden. Ich höre ohne Einschränkung, ohne jedoch an einen bestimmten Stil gebunden zu sein. Vielleicht teilt das Publikum meine Ansicht bezüglich so vieler Traditionen nicht, doch diese Diskussion ist von entscheidender Bedeutung.“
(Stefan Winter)