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Tanz der Blinden

Programm

Premiere
Samstag, 6. März 2010
20.00 bis ca. 22.15 Uhr
(Pause ca. 20.55 Uhr)
"HÖLLE" (Großer Pausenraum im Souterrain
des Theater an der Wien)

Datum auswählen:

Mo Di Mi Do Fr Sa So
März 2010 06
08 09 10 11 13

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Programm

Tanz der Blinden

Ein historischer Ausflug in die alte „neue Hölle“

Im Herbst 1906 eröffneten Siegmund und Leopold Natzler ein kabarettistisches Unternehmen im Souterrain des Theater an der Wien: die „Hölle“. Das Ziel war, eine geistreiche und mehrheitsfähige Unterhaltung zu bieten. Gute Hausautoren, ein zugkräftiger weiblicher Star und ein klug auf die Wünsche des Publikums abgestimmtes Programm machen die „Hölle“ zu einer der langlebigsten Kabarettgründungen der Vorkriegszeit. Die Stars der „Hölle“ waren Fritz Grünbaum, Béla Lászky und seine Frau, die umjubelte Diseuse Mela Mars, Ralph Benatzky und Josma Selim. Die Musik lieferten Franz Lehár, der seine eigenen Erfolge in der „Hölle“ parodierte, Leo Fall, Edmund Eysler und der junge Robert Stolz. Geboten wurden Chansons, geistreiche Vorträge, Solonummern, Sketches, pikante Lieder, Einakter und kleine Operetten. Gastspiele und Varieténummern bereicherten das Programm. Ein moderner Restaurationsbetrieb im Jugendstilambiente sorgte für das leibliche Wohl der Gäste. Die Größen der Wiener Kabarettszene verhalfen der „Hölle“ zu ihrem Erfolg: Heinrich Eisenbach, Hans Moser, Karl Farkas und Egon Friedell. In den 20er Jahren trugen Hugo Wiener, Fritz Heller und Stella Kadmon zu einer neuen Blüte bei.

Marie-Theres Arnbom und Georg Wacks stellen zum 104jährigen Jubiläum ein Programm zusammen, das in die Tiefen der „Hölle“ führt und Höhepunkte aus 20 Jahren Kabarett in authentischen Kostümen und prachtvoller Ausstattung zeigt.

Regie, Programmgestaltung, Musikalische Leitung: Georg Wacks
Mitwirkende: Christoph Wagner-Trenkwitz, Elena Schreiber, Stefan Fleischhacker, Martin Thoma und Georg Wacks

Musikalisch führt das Ensemble „Albero Verde“ unter der Leitung von Christina Renghofer durch den Abend.

Im Theatermuseum findet eine begleitende Ausstellung statt, die vor der Vorstellung sowie in der Pause besichtigt werden kann.