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Der Spieler

Inhalt

Sergej Prokofjew

Premiere: Samstag, 20. Oktober 2007, 19:30 Uhr

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Oktober 2007
17 20
22

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Spielen, der Reiz des schnellen Geldes, das große Glück: eine Leidenschaft, die Autoren wie Alexander Puschkin, Arthur Schnitzler oder Stefan Zweig zu literarischen Werken inspiriert hat. Die fatale Auswirkung von Misserfolgen beim Glücksspiel ist auch Inhalt von Sergej Prokofjews Oper Der Spieler nach Fjodor M. Dostojewski. Mit seinem autobiographisch gefärbten Roman beleuchtet der russische Autor die Schattenseiten der Existenz eines ehrgeizigen Bourgeois, der in die degenerierte Adelsgesellschaft eindringt und mit allen Mitteln nach Erfolg strebt.

Synopsis

Im fiktiven Kurort Roulettenburg treffen sich Spieler und Falschspieler des Lebens aus aller Herren Länder. Der bei einem ehemaligen General als Hauslehrer angestellte Alexej Iwanowitsch hofft, durch Geld seine Freiheit zu finden. Er verliebt sich in Polina, die Stieftochter seines Arbeitgebers, die aber lediglich ihre Frustrationen an ihm auslässt. Als sie Alexej aus einer Laune heraus eines Abends mit ins Kasino nimmt, ist sein Schicksal besiegelt: Mehr und mehr verschmelzen seine Begierde nach Polina und die Ekstase des Spielens. Trotz Polinas Einweisungen in die Regeln des Spiels um Liebe, Macht und Geld gelingt es Alexej nicht, dabei mitzuhalten. Als er versucht, die schöne Russin von ihrer Spielsucht zu befreien, verfällt er selbst der Leidenschaft des Roulettes.

Prokofjews sarkastisch-ironische Oper Der Spieler, entstanden am Vorabend der Oktoberrevolution, kann als Höhepunkt seiner frühen experimentellen Phase angesehen werden. Mit seinen ungewohnten Rhythmen und verfremdenden Klangfärbungen bildet das Werk eine vollkommene Entsprechung zu Dostojewskis Besessenheitsstudie. Das verhängnisvolle Kreisen des Roulettes – als Symbol unerwarteten Reichtums oder Ruins - tritt im Schlussakt mit irrwitzigen Klangfarbenwirbeln als eigentlicher Hauptdarsteller hervor.