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© Armin Bardel

Vom 13. bis 20. April 2014
Programm

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Don Juan kommt aus dem Krieg

Handlung

Uraufführung der Kammeroper von Erik Højsgaard im Semper-Depot

Beginn: Montag, 24. Juli 2006, 20:30 Uhr, Semper-Depot

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Juli 2006     
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Während der großen Inflation 1919-23, in einer nur scheinbar vergangenen Zeit, in der sich alle Werte verschoben haben, kehrt Don Juan, der große Verführer, zurück. Der Krieg, die Realität haben ihn eingeholt. Er musste erwachsen werden, wie seine ganze Generation.

Wie jeder einzelne sich in Folge der katastrophalen Erfahrungen eines Krieges in seinem innersten Wesen ändert, sagt Hórvath, „so bildet auch Don Juan sich ein, ein anderer Mensch geworden zu sein. Jedoch er bleibt, wer er ist. Er kann nicht anders. Er wird den Damen nicht entrinnen. Alle erliegen ihm – wirklich geliebt wird er von keiner.“ Der Mythos ist eingefroren in der Lieblosigkeit einer Nachkriegszeit.


Die Musik Højsgaards folgt seinen Spuren, geleitet ihn durch den Lärm des Krieges und das Geplapper der Frauen, das sich in hämisches Gelächter verwandelt, und wird, als ihn die Ahnung seiner Schuld endlich bis an das Grab seiner einstigen Geliebten treibt, zu einem großen Schweigen. Es ist ein Kreuzweg, ein Labyrinth von Erinnerungen, die fiebernde Vision eines Erfrierenden, Lebenssplitter, gespiegelt in den Augen der Frauen, eine unbeglichene Schuld, eine verleugnete Liebessehnsucht, in Todessehnsucht verwandelt. Don Juan als Projektionsfläche einer zum Scheitern verurteilten Suche nach vollkommenem irdischen Glück.

Pressestimmen

„Christian Miedl gibt den kriegs- und frauenmüden Don Juan in einer musikalisch und inszenatorisch aufregenden Musiktheater-Produktion!”


(Kultur Online, 10. Juli 2006)


„Die deutsche Regisseurin Mascha Pörzgen inszeniert Don Juan als fiebernde Vision eines Erfrierenden zwischen Liebes- und Todessehnsucht.”

(City-Magazin, Nr. 28/29, Juli 2006)


Weitere Pressestimmen unter Presse/Aktuelles