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OsterKlang ´14

© Armin Bardel

Vom 13. bis 20. April 2014
Programm

Theater an der Wien-Produktionen auf DVD im
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Die sieben Todsünden

Handlung / Videos / Fotos

Premiere
Freitag, 15. Oktober 2010
19:30 bis ca. 21:00 Uhr
(keine Pause)

Datum auswählen:

Mo Di Mi Do Fr Sa So
Oktober 2010
15 16

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Handlung / Videos / Fotos

Mahagonny Songspiel
Szenische Kantate (1927)

Die sieben Todsünden
Ballet chanté in einem Prolog und sieben Bildern (1933)

Die erste und die letzte Zusammenarbeit von Bertolt Brecht und Kurt Weill spannt dieser Abend zusammen. Mit dem Mahagonny Songspiel begann 1927 die einzigartige Partnerschaft, sie endete 1933 bereits in der Emigration in Paris mit Die Sieben Todsünden – dazwischen revolutionierte das Duo das Musiktheater, erlebte rauschenden Erfolg und bald darauf durch die Machtergreifung der Nationalsozialisten in Deutschland Bedrohung und Exil. Das Théâtre des Champs-Élysées war Uraufführungsort der Sieben Todsünden. 2009 hat es sich beider Stücke erneut angenommen und kooperierte dabei mit dem Theater an der Wien.

Das Thema eint die Stücke und schafft einen konsequenten Bogen für den Abend: Die Beschädigungen der Menschen unter den Bedingungen des Kapitalismus. Im Mahagonny-Songspiel streben sie nach dem fantastischen Ort Mahagonny, wo alles zu kaufen und ohne Tabus zu genießen ist. Aber es muss auch alles bezahlt werden, und die hoffnungsfrohen Pilger der Sünde sind bald pleite und lethargisch abgestumpft. Als Gott kommt und sie in die Hölle schicken will, wehren sich die Menschen mit dem Hinweis, sie säßen doch ohnehin bereits in der Hölle.

In Die Sieben Todsünden reist Anna, die Tochter einer Kleinbürgerfamilie, durch Amerika, um Geld zu verdienen, damit sich die Familie ein Häuschen kaufen kann. Unter dem Druck des Gelderwerbs spaltet sich Anna auf in Anna I, die kühl erwerbsmäßig Denkende, und in Anna II, die Emotionale. Anna I zwingt Anna II, alle Todsünden um des Geldes willen zu begehen – und sie ist damit ganz einig mit der wahren Moral der Zeit.

Weills Musik ist lebendig, voller heftiger Stilwechsel, jeder Song hat einen einprägsamen neuen Rhythmus. Voller Anspielungen und Mehrdeutigkeiten changiert sie absichtlich zwischen Ernsthaftigkeit und Parodie. Angelika Kirchschlager brilliert sängerisch in diesen gesellschaftlich wieder hochaktuellen Werken, und ihre Darstellung der schizophrenen Anna, der zum Gelderwerb gezwungenen und sich zwingenden Frau, verleiht dem rund eine Stunde dauernden Abend packende Konzentration.