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OsterKlang ´14

© Armin Bardel

Vom 13. bis 20. April 2014
Programm

Theater an der Wien-Produktionen auf DVD im
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The Rape of Lucretia

Handlung & Informationen

Premiere
Donnerstag, 17. Februar 2011
19:30 bis ca. 21:15 Uhr
(keine Pause)

Datum auswählen:

Mo Di Mi Do Fr Sa So
Februar 2011     
17 19
22 25 27

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Handlung & Informationen

Weitere Informationen:

Tugend und Schönheit fordern Begierde und Zerstörungswut in extremer Form heraus, dadurch wird die tugendsamste Frau plötzlich ungewollt zur Verführerin. So widerfuhr es der schönen Lucretia. Seit der Antike verkörpert sie, die lieber starb, als in Schande weiterzuleben, eheliche Treue und Tugend, und trotzdem scheint in ihrem Bild immer eine sexuelle Versuchung mit auf. Dieser ambivalenten Allegorie der Tugend verleiht Benjamin Britten musikalisch eine durchscheinende, klare Form, orientiert an Henry Purcells Opern. Bewusst überführte er die Bedingungen des 18. Jahrhunderts in seine Zeit und schuf eine allegorische Oper im Geist des 20. Jahrhunderts, die Teil einer spezifisch englischen Musiktradition ist.

Die römischen Feldherrn Tarquinius, Junius und Collatinus hatten die Treue ihrer Frauen auf die Probe gestellt: Überraschend waren sie vom Feldlager eines Abends nach Hause geritten, und fanden alle Frauen außer Lucretia, der Gattin des Collatinus, in den Armen anderer Männer. Tarquinius’ Begierde ist von Lucretias Tugend erregt worden. Er reitet heimlich allein nach Rom und erzwingt sich bei Lucretia durch seine Stellung als Prinz von Rom nächtliche Aufnahme. Als im Haus alle schlafen, begibt er sich in Lucretias Zimmer, um sie zu verführen. Sie versucht sich zu widersetzen, aber er vergewaltigt sie. Am nächsten Morgen erzählt Lucretia ihrem Gemahl, was geschehen ist. Collatinus sieht sie ohne Schuld, da ihr Gewalt angetan wurde, sie aber kann mit diesem Schatten auf ihrer Liebe zu Collatinus und der Scham über das Erlebnis nicht länger leben und tötet sich. Das römische Volk empört sich über die Tat des Prinzen, ein Aufstand steht bevor.

Die Geschichte ist eingebettet in einen Erzählrahmen: Zwei Sänger, „Male Chorus“ und „Female Chorus“, erzählen und kommentieren wie der Chor des antiken Dramas, wie allegorische Begleitfiguren in der barocken Oper. Nur nehmen sie emotional Anteil und räsonnieren aus einer christlichen Perspektive, statt zusammenfassender, distanzierender Deutung wird der Zuschauer umso mehr emotional mit dem verstörenden Geschehen konfrontiert. Britten erzeugt mit seinem Kammerorchester eine atmosphärisch beredte und packende Klangfülle, die das scheinbar kleine Werk in den Rang einer großen Oper hebt.