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Orpheus

Programm & Informationen

Premiere
Donnerstag, 5. Mai 2011
19:30 bis ca. 21:45 Uhr
(Pause ca. 20:30 Uhr)

Datum auswählen:

Mo Di Mi Do Fr Sa So
Mai 2011
05 06 07

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Programm & Informationen

Weitere Informationen:

Orpheus der Liebende, Orpheus der Künstler – kaum ein antiker Mythos hat so viele Deutungen auf der Musiktheaterbühne erfahren wie der des wundermächtigen Sängers. Seine Musik bewirkt Übernatürliches, die Tiere, die Bäume, die Flüsse, alles hört auf seinen Gesang. Er zwingt selbst die Götter des Todes in seinen Bann und erweckt deren Mitleid mit ihm als trauerndem Liebenden. Aber dann ist er doch nicht stark genug, den allzumenschlichen Impuls des Umsehens nach der Geliebten in sich niederzukämpfen. John Neumeier interessierte sich genau für diese Spannung in der Figur – göttlicher Künstler und schwacher Mensch. Im Focus seines großen Handlungsballetts steht für Neumeier daher die Entwicklung des Künstlers Orpheus. Es gelingt ihm, Orpheus’ Erleben Aktualität zu verleihen, ohne der Geschichte die mythische Ebene zu nehmen:

„Meine Geschichte von Orpheus spielt im Heute. Apollo ist sein Vater, Kalliope seine Mutter. Orpheus aber ist ein Mensch, ein Künstler, ein Geiger – ein Tänzer. Seine Berufung liegt in der Schönheit seiner Kunst. Die zufällige Begegnung mit Eurydike verändert sein Leben. Der Zufall beeinträchtigt Orpheus’ Berufung, macht diese tiefer und existentieller. Er verliert seine große Liebe. Die Liebe führt ihn dahin, woher noch nie ein Lebender zurückkehrte. Er will Eurydike zurückholen. Doch weil er ein Mensch ist, scheitert er.“ (John Neumeier)

Ein erstaunliches Spektrum von Musik hat Neumeier ausgewählt: Igor Strawinskis stupendes Apollon Musagète erfährt eine choreografische Neudeutung innerhalb von Orpheus’ jugendlicher Entwicklung, später erklingen Teile von Strawinskis Orpheus-Komposition. Dem sind ganz zeitgenössische Klänge von Peter Blegvad und Andy Partridge aus Orpheus the Lowdown während der Trauer um Eurydike entgegengesetzt. Eine Entdeckung gibt dem musikalischen Kosmos besonderes Profil und Sinnfälligkeit: Zwei Stücke aus Heinrich Ignaz Franz Bibers Rosenkranz-Sonaten bewirken in den Unterwelt-Szenen konsequent den Eindruck, als setze die Zeit aus. Zu diesen ungewöhnlichen, überraschenden Klangkombinationen gelang Neumeier erneut eine Choreografie und Inszenierung von bezwingender ästhetischer Klarheit.