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Messiah

Handlung

Premiere
Freitag, 27. März 2009
19:00 Uhr

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März 2009     
27 29

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Handlung

1741 schickte Charles Jennens Händel unaufgefordert eine Zusammenstellung von Bibelstellen, die wie ein theologisches Pamphlet aufgebaut war. Händel hatte sich nach seinem Scheitern als Opernunternehmer in London und einer schweren gesundheitlichen Krise dem Oratorium zugewandt; dabei hatte Jennens ihm als Librettist bereits gute Dienste geleistet. Der Messiah-Text beflügelte ihn: Er komponierte das Werk in nur 24 Tagen und nahm es zu einer Konzertsaison mit nach Dublin. Dort fand am 13. April 1742 die erfolgreiche Uraufführung statt. In London war der Messiah zunächst pietistischen Anfeindungen ausgesetzt; man wollte das Stück wegen seines Themas nicht außerhalb einer Kirche, dargeboten von "Schauspielern" auf einer Theaterbühne, aufgeführt sehen. Erst ab 1750 trat das Werk seinen Siegeszug durch die Welt an.



Der Messiah hat keine Handlung im engeren Sinn. Es wird keine konkrete Geschichte erzählt, wie in den Passionen oder im Weihnachts-Oratorium von Bach. Die Titelfigur – der Messias – tritt nicht auf. Man erfährt wenig Genaues über sein Leben, Leiden, Sterben und seine Auferstehung. Der Text will zeigen, dass Jesus der "Messias" ("Gesalbte", griechisch "Christos") im Sinne der (alttestamentarischen) Voraussagen der Propheten ist. Durch Händels Musik wird daraus ein großes Gemälde der Condition humaine, das viele unmittelbar berührende Stimmungsbilder transportiert. Thema ist unsere Erlösungsbedürftigkeit.



Die musikalische Gestalt unterscheidet sich nur wenig von Händels Opern – bis auf die (oratorientypisch) zentrale Rolle des Chores. Das Stück lässt sich als Selbstgespräch einer Gemeinde, die um Trost im Glauben ringt, auffassen. Dem Erschrecken über die eigene Verstrickung in Schuld steht die Selbstvergewisserung über die verheißene Rettung durch den Erlöser gegenüber. Bezugspunkt dieser Hoffnung ist die Angst vor dem Tod. Bei Aufführungen im Konzertsaal wird das Werk leicht zur hohl-feierlichen Erbauung. In einer szenischen Fassung sollen konkrete Situationen ins Spiel gebracht werden, die von der Unerlöstheit unserer Welt sprechen. Der Messiah kommt auf der Theaterbühne an.