Werkeinführungen um 18:45

Florian Lienhart (Nikolka) & Ladislav Elgr (Bes)

Am 21., 24. & 26. November bietet das Theater an der Wien allen BesucherInnen mit einer gültigen Opernkarte eine Werkeinführung in die Uraufführungs-Oper "Gogol" mit der Dramaturgin Dr. Karin Bohnert an.

Datum: 21., 24. & 26.11.
Uhrzeit: 18.45 Uhr
Ort: Pausenfoyer 1. Rang
Dauer: ca. 30 min.




Gogol

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Gogol

Handlung & Informationen

Premiere
Dienstag, 15. November 2011
19:30 bis ca. 22:00 Uhr
(Pause ca. 20:45 Uhr)

Datum auswählen:

Mo Di Mi Do Fr Sa So
November 2011
15 18
21 24 26

Tickets

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Die russische Komponistin Lera Auerbach hat bereits in fast jeder musikalischen Gattung Aufsehenerregendes geschaffen. Als Pianistin ist sie ebenfalls in den großen Konzertsälen in aller Welt regelmäßig zu Gast, und ihre poetischen Texte sind in Russland Pflichtlektüre an Schulen und Universitäten. Für das Auftragswerk des Theater an der Wien hat sich die 1973 in Tscheljabinsk am Ural geborene Komponistin den Dichter Nikolai Gogol (1809-52) als Zentralfigur gewählt.

Auftragswerk des Theater an der Wien mit Unterstützung des Wiener Mozart-Jahres 2006 sowie mit zusätzlicher Förderung durch die Galerie Sistema und Viacheslav Sheianov zu Ehren von Raisa Sheianova



Handlung

In seiner letzten Lebensphase steigert sich Gogol immer mehr in einen religiösen Wahn hinein: Sein Werk hält er für Sünde, er verbrennt den zweiten Teil seines großen Romans Die toten Seelen. Schließlich verweigert er die Nahrungsaufnahme. In seinen letzten Stunden wird der Sterbende von den fantastischen Figuren seiner eigenen Werke heimgesucht – dabei erweisen sie sich als vernünftiger als er selbst es zu diesem Zeitpunkt ist.
Gogol hat seine frühere Existenz verleugnet und verworfen, diese nimmt nun Rache. In einem furiosen Bilderreigen durchlebt Gogol – begleitet von dem Teufel Bes, einer Art Alter Ego, – Teile seines Lebens: Seine fluchtartige Reisen durch Europa, Erinnerungsfetzen an seine Mutter, die Sehnsucht nach Liebe und seine Zeit als Dozent. Die Zeit scheint aus den Fugen zu geraten. Gogol tanzt mit Frau Tod. Am Ende sitzen die Kritiker und seine eigenen Figuren über ihn zu Gericht. Völlig verängstigt und verstört verhungert Gogol.


Die Oper ist weniger eine Biografie als vielmehr eine poetische und satirische Annährung an einen der größten russischen Dichter, dessen inneres Leben rätselhaft und faszinierend ist wie seine eigenwilligen Werke, mit denen er die russische Literatur nach Alexander Puschkin neu definierte. Lera Auerbachs Kompositionsstil ignoriert dabei zwanghafte Moden zeitgenössischen Komponierens. Sie hat einen eigenen Ton voll stilistischer Freiheit und dramatischer Kraft gefunden, dabei kombiniert sie atonale und tonale Elemente, die Geschichte der europäischen Musik ist in ihren Werken stets präsent.