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OsterKlang ´14

© Armin Bardel

Vom 13. bis 20. April 2014
Programm

Theater an der Wien-Produktionen auf DVD im
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Iolanta | Francesca da Rimini

Handlung / Videos / Fotos

Premiere
Donnerstag, 19. Jänner 2012
19:00 bis ca. 22:10 Uhr
(Pause ca. 20:35 Uhr)

Datum auswählen:

Mo Di Mi Do Fr Sa So
Jänner 2012
19 21
24 27 29
31

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Handlung

Iolanta, Peter Iljitsch Tschaikowskis letzte Oper, und Sergei Rachmaninows
Francesca da Rimini sind zwei Liebesgeschichten, die sich nicht
nur durch das gute oder schlechte Ende unterscheiden. Gänzlich anders
ist jeweils auch die Bindung an die Macht Gottes: Iolanta schließt
märchenhaft mit jubelndem Gotteslob, das letzte Bild von Francesca da
Rimini hingegen ist das der verdammten Seelen im Inferno – und
man beginnt an der göttlichen Gerechtigkeit zu zweifeln, denn hier ist
Schuld für uns nicht so einfach erkennbar.

Prinzessin Iolanta ist von Geburt an blind. Ihr Vater, König René, befahl,
dass keiner ihr davon erzählen darf. Ein Arzt glaubt, eine Operation könne
helfen, aber nur, wenn sie weiß, dass sie blind ist, und selbst zu sehen
wünscht. In Iolantas Park dringen zwei Männer ein: Der für sie vorgesehene
Bräutigam, Robert von Burgund, und der Ritter Vaudémont. Im Gespräch
mit dem Ritter wird Iolanta klar, was Sehen bedeutet, und dass
sie es nicht kann. René will Vaudémont dafür töten lassen – um ihn zu
retten, willigt Iolanta in die Operation ein. Sie gelingt, Vaudémont darf
leben und Iolanta heiraten.


Im zweiten Höllenkreis (5. Gesang) entdecken Dante und Vergil auf ihrer
Reise durch das Jenseits zwei besonders klagende Seelen: Francesca und
Paolo. Francesca war die Gattin des hässlichen Kriegers Lanceotto. Um sie
zur Frau zu erhalten, hatte er ihr als Brautwerber seinen schönen Bruder
Paolo geschickt. Erst später erfuhr sie, wen sie geheiratet hatte. Lanceotto
plagte aber die Eifersucht: Scheinbar ließ er Francesca und Paolo allein
und erwischte sie bei einem Kuss. Er tötete beide. Die Seelen der Liebenden
werden vom Höllenstrudel fortgerissen.


In ihren atmosphärischen Schilderungen entfalten beide Komponisten
ihre ganze Brillanz, es sind Meisterwerke des Fin de siècle: Iolantas
Garten ist klanglich ein Paradiesgärtlein. In dieser auskomponierten
Idylle vollzieht sich quasi die Umkehrung des Sündenfalls: Iolanta
kommt über die Liebe zur Erkenntnis von Licht und Dunkel. Rachmaninow
hingegen entwirft mit einem außergewöhnlichen Chorsatz ein
überwältigendes tosendes Inferno und zeichnet ausgefeilte psychologische
Porträts von drei in klaustrophober emotionaler Bedrängnis einander
ausgelieferten Menschen.