Deidamia
Melodramma in drei Akten (1741)
Musik von Georg Friedrich Händel (1685-1759)
Libretto von Paolo Antonio Rolli
Besetzung
- 30.01.2012
- 19:00
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Alan Curtis
Musikalische Leitung
Nach akademischer Lehrtätigkeit im Wechsel zwischen der University of Berkeley in Kalifornien und Europa widmet sich der Dirigent und Cembalist Alan Curtis seit langem dem Werk von Monteverdi bis Mozart und gehört zu den Pionieren der historischen Aufführungspraxis. Für seine Neuproduktionen der Opern von Monteverdi und Rameau verwendete er ursprüngliche Instrumente sowie Choreografien, die auf den originalen Quellen basieren. Alan Curtis gab die erste moderne Kopie einer Chitarrone in Auftrag und ließ im 20. Jahrhundert das erste chromatische Cembalo bauen.
In der Produktion von Händels Admeto aus dem Jahre 1978, die später eingespielt und bei Virgin Classics wiederaufgelegt wurde, unternahm er den ersten erfolgreichen Versuch, Händels Orchestrierung einschließlich der inzwischen häufig verwendeten Theorbe wiederzubeleben. Zu den zahlreichen Opern, die er nach Quellen rekonstruiert hat, gehören u.a. Händels Radamisto, Glucks Armide sowie die erste Wiederaufführung von Vivaldis Il Giustino.
Es liegen zahlreiche Aufnahmen mit Alan Curtis und Il Complesso Barocco bei mehreren Labels vor, u.a. Händels Rodrigo, Admeto und Arminio, Ferraris Il Sansone, Monteverdis Kammerduette sowie Madrigale von Rossi und Lotti, die Einspielung Lettere amorose mit Kantaten, Szenen aus Opern und Cembalosonaten von Scarlatti. Zur bereits umfangreichen Händel-Diskographie erschien 2003 Händels letzte Oper Deidamia, die in die deutschen Klassik-Charts aufstieg und mit dem Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik 2003 ausgezeichnet wurde. 2004 wurde das Album Amore e Gelosia mit Patrizia Ciofi und Joyce Di Donato aufgenommen sowie in Folge Gesamtaufnahmen von Radamisto (in der Erstfassung von 1720), Ariodante und Alcina. Am Theater an der Wien war er vielfach zu erleben, zuletzt mit Händels Berenice, Regina d’Egitto.



