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La donna del lago

Handlung & Informationen

Premiere
Freitag, 10. August 2012
19:30 bis ca. 22:20 Uhr
(Pause ca. 21:00 Uhr)

Datum auswählen:

Mo Di Mi Do Fr Sa So
August 2012
10 12
14 17 19

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Handlung

„Das Thema ist ein bisschen romantisch, aber es scheint mir, Effekt zu machen.“ schrieb Gioachino Rossini zufrieden nach Vollendung seiner Oper La donna del lago an seine Mutter. Er selbst gedachte die Opera seria weiterzuentwickeln, aber aus diesem etwas schamvoll vermerkten „ein bisschen romantischen Thema“ entsprang die ganze Gattung der romantischen italienischen Oper. Die Vorlage The Lady of the Lake stammte von Sir Walter Scott, der damals Europa mit seinen historisch-heroischen Dichtungen begeisterte. Rossini war der erste von vielen Komponisten, der sich von diesen atmosphärisch packenden Geschichten inspirieren ließ.

Der idyllische See Katrine im schottischen Hochland ist Schauplatz politischer Auseinandersetzungen: Die Highlander erheben sich gegen König Jacob V. Der König durchreist daher incognito als „Uberto“ das gefährliche Gebiet. Am Ufer des Sees trifft er Elena, die „Frau vom See“. Er verliebt sich in sie, aber sie ist von ihrem Vater Douglas dem Anführer des Aufstands, Rodrigo versprochen. Sie selbst liebt jedoch den sensiblen Malcolm – daher hat der verkleidete König keine Chance bei Elena. Er bezwingt seine Gefühle und schenkt Elena einen Ring, den sie bei Gefahr dem König bringen soll. Dadurch gerät „Uberto“ mit dem eifersüchtigen Rodrigo aneinander, es kommt zum Zweikampf, Rodrigo fällt. Die Aufständischen werden besiegt und die Anführer eingekerkert, darunter auch Elenas Vater und Malcolm. So geht sie mit dem Ring zum König. „Uberto“ gibt sich als Herrscher zu erkennen und lässt Douglas und Malcolm frei.

Bald nach der Premiere im Teatro San Carlo in Neapel am 24. Oktober 1819 wurde La donna del lago eine der beliebtesten Opern von Rossini. Die brillante Titelpartie hatte Rossini für seine spätere Ehefrau, die legendäre Sopranistin Isabella Colbran, geschaffen. Malcolm wurde von der Altistin Rosmunda Pisaroni gesungen. Da diese Hosenrolle des jugendlichen Liebhabers auf die Kastratentradition zurückgeht, erfordert sie stupende Koloraturfähigkeit. Rossini erfand in diesem Werk etwas für die Oper völlig Neues: Er evozierte klanglich die Atmosphäre des schottischen Hochlands. Ein Höhepunkt ist der Chor der Barden – Rossini war davon selbst so angetan, dass er die Melodie 1846 als seinen musikalischen Beitrag zur Proklamation von Papst Pius IX. wieder verwendete – mit anderem Text, versteht sich.