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Theodora

Handlung

Mittwoch, 21. März 2012
19:00 bis ca. 21:45 Uhr
(Pause ca. 19:55 Uhr)

  1. 21.03.2012
  2. 19:00

Handlung

Dass die Macht der Obrigkeit im Tod ihre finale Grenze findet, schildert
Händels Oratorium Theodora, das Librettist Thomas Morell nach
The Martyrdom of Theodora and Didymus von Robert Boyle und
Corneilles Théodore vièrge et martyre verfasst hat. Theodora und ihr
Freund Didymus wollen ihrem Glauben nicht abschwören, bleiben
trotz erheblicher Repressionen standhaft und müssen den Märtyrertod
sterben. Georg Friedrich Händel schrieb das Oratorium 1749 und stellt
in seinem nach innen gekehrten Stück die zwei Welten des heidnischen
Römertums und des Urchristentums einander gegenüber. In Antiochia
um das Jahr 305 befiehlt der römische Gouverneur Valens, dem
Gott Jupiter Opfer darzubringen. Die weltentsagende Christin Theodora
kann diesen Befehl nicht erfüllen und wird zum Dienst im Freudentempel
gezwungen. Der in Theodora verliebte Offizier Didymus lässt
sich zum Christentum bekehren und verhilft ihr zur Flucht. Doch Valens
hat für beide kein Mitleid und verhängt nach römischem Recht
die Todesstrafe.
Händel selbst schätzte das Werk hoch ein, das am 16. März 1750 im
Theatre Royal in Covent Garden uraufgeführt wurde, dann aber nur
zwei Wiederholungen erlebte. Der Zulauf der Londoner ließ zu wünschen
übrig: „Die Juden wollen nicht kommen wie zum Judas, weil
es eine christliche Geschichte ist, und den christlichen Damen ist der
Stoff zu tugendhaft“, soll Händel dem Librettisten Morell den Misserfolg
erklärt haben.