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OsterKlang ´14

© Armin Bardel

Vom 13. bis 20. April 2014
Programm

Theater an der Wien-Produktionen auf DVD im
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Il trittico

Handlung & Informationen

Mittwoch, 10. Oktober 2012
19:00 bis ca. 22:30 Uhr
(Pause ca. 21:00 Uhr)

Datum auswählen:

Mo Di Mi Do Fr Sa So
Oktober 2012
10 12
15 18 20
23

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Nach dem Tod ihres Kindes ist die Liebe in der Ehe von Michele, eines Pariser Schleppkahnfahrers, und seiner Frau Giorgetta erloschen. Nur mehr Sprachlosigkeit herrscht zwischen den beiden. Während Michele immer noch versucht, wieder Kontakt zu seiner Frau herzustellen, treibt die verzweifelte Sehnsucht nach einem besseren Leben die junge Frau in die Arme eines anderen Mannes, der die gleichen Träume hegt. Der Ehemann schöpft aber Verdacht, lauert dem Liebhaber auf und tötet ihn. Seine Frau konfrontiert er brutal mit der Leiche ihres Geliebten. Hoffnungslos bricht sie zusammen.

Eine junge Adlige muss in einem Kloster ihre Sünde abbüßen, die darin bestand, ein heimliches Liebesverhältnis eingegangen zu sein, dem sogar ein uneheliches Kind entsprungen war. Angelica sehnt sich nach diesem Kind der Liebe, muss aber von ihrer kaltherzigen Tante erfahren, dass es inzwischen gestorben ist. Nur die Aussicht, vielleicht doch einmal dies Kind kennenzulernen, hatte Angelica am Leben gehalten. Nachdem ihr dieses Ziel geraubt ist, vergiftet sie sich. Im Sterben wird ihr eine tröstliche Vision zuteil: Die Madonna führt ihr dieSeele ihres Sohnes zu.

Ziel der Wünsche der Figuren in Gianni Schicchi ist Geld. Der reiche Buoso ist gestorben und hat alles einem Kloser vermacht. Seine Familie ist empört, weiß aber keinen Ausweg. Sie holen den stadtbekannt schlauen Gianni Schicchi, der nicht zur Familie gehört, dessen Tochter Lauretta aber mit einem der jüngeren Mitglieder, Rinuccio, in Liebe verbunden ist. Gianni Schicchi kommt und ersinnt eine makabere List: Da außerhalb des Sterbehauses noch keiner von Buosos Tod weiß, versteckt er die Leiche, spielt den Sterbenden und diktiert einem Notar ein neues Testament, worin er sich selbst und seine Tochter großzügigst bedenkt – zum Ärger der restlichen Bagage.


Giacomo Puccini wünschte sich, inspiriert von Einaktern wie Richard Strauss’ Salome und Elektra, im Rahmen eines Triptychons vergleichbare Werke zur Weiterentwicklung der italienischen Operntradition zu schaffen.
Die Suche nach geeigneten Stücken war jedoch schwierig. Von den ersten Plänen bis zur Uraufführung von Il trittico 1918 dauerte es fünf Jahre. Aber es gelang ihm, mit dem dreiteiligen Abend für die italienische Oper ein
Werk der internationalen Moderne zu schreiben.

In Il tabarro schildert Puccini die melancholische, emotional aufgeladene Stimmung an der träge dahinfließenden Seine, Suor Angelica ist ein Frauendrama voll mystischer Entrücktheit, und Gianni Schicchi erweist sich als Puccinis raffinierteste Partitur: eine einzige große, fein gewobene Ensembleszene. Er wollte schon lang eine komische Oper schreiben, dennoch nimmt die musikalische Komödie in seinem Gesamtwerk einen Sonderplatz ein. Erst mit dem Einakter um den Testamentsbetrüger Gianni Schicchi gelang ihm in höchster kompositorischer Meisterschaft eine Oper voller Witz, die aber wie viele große Komödien eine im Grunde tieftraurige Geschichte erzählt.

Die stilistische Unterschiedlichkeit der Stücke soll die Wirkung jeder einzelnen Oper erhöhen. Sozialdrama, rührendes Mysterienspiel und sarkastische Gesellschaftskomödie ergeben zusammen ein musikdramatisches
Weltbild. Die Expressivität von Puccinis melodischer Gestik, seine subtile Harmonik und der Facettenreichtum des orchestralen Timbres erheben Il trittico in den Rang eines Hauptwerkes. Die Einheit des musikalischen
Triptychons besteht eigentlich aus ihrer inhaltlichen Gegensätzlichkeit, für die Puccini eine verbindende musikalische Stilistik findet. Suor Angelica endet tragisch und zeigt doch ein versöhnliches Schlussbild. Während
Gianni Schicchi in tiefster Unmoral heiter ausklingt.