Antonio Salieri (1750-1825)
der Tyroler Landsturm op. 100 Ouvertüre
Joseph Haydn
Symphonie Nr. 64 A-Dur "Tempora mutantur"
Symphonie Nr. 100 G-Dur "Militärsymphonie"
Johann Friedrich Reichardt
Schauspielmusik zu "Egmont"
Paul Wranitzky (1756-1808)
Symphonie pour la paix avec la République Française
Ignaz Pleyel
Symphonie 6me symphonie periodique
Ludwig van Beethoven (1770-1827)
Symphonie Nr. 3 Eroica
„Coriolan“ Ouvertüre
Franz Hackl
Originalkompositionen und Bearbeitungen 2009
Texte von Raoul Schrott, Heine, Schiller, Schiller, Hölderlin, Victor Hugo, Georg Büchner, Voltaire, Hilsenrath, Michel Houellebec, Hans Augustin u. a.
„Freiheit, die ich meine, die mein Herz erfüllt... Magst du nie dich zeigen der bedrängten Welt?“ schreibt Max von Schenkendorff anno 1813. Auch 1809 ‚meint’ mit Freiheit nicht jeder dasselbe. Frankreich und Bayern geben vor, sie zu bringen - die Tiroler wollen sie verteidigen. Hier prallen eine Aufklärungsoffensive und der Wunsch nach Beibehaltung des bestehenden Freiheitsrechtes aufeinander.
Das kleine „Heilige Land“ kratzt als erstes am Mythos Napoleons und seiner Unbesiegbarkeit. In der Folge dieser Kämpfe entsteht in Europa ein nationales Bewußtsein, ein nationaler Unabhängigkeitsdrang, ein subjektives Freiheitsbewußtsein: Freiheit für wen? Freiheit gegen wen?
Zu den Gedenkfeierlichkeiten 1809 haben das Orchester "moderntimes1800" und Tobias Moretti, auf der Suche nach einer außergewöhnlichen Umsetzung des Themas, eine musikdramatische Collage ausgearbeitet.
Die 200 - Jahr - Gedenkfeier braucht ein verbindendes Element, das zum einen dem Anlaß und seiner Bedeutung gerecht wird, zum andern aber alle kontroversen Perspektiven vereint. Dieser gemeinsame Nenner ist der Freiheitsbegriff, der um 1800 wie ein Gespenst durch Europa ging und alle Ideologien aufeinanderprallen ließ.
