Premiere La Calisto

Francesco Cavallis barockes Meisterwerk La Calisto feierte gestern eine umjubelte Premiere im Theater an der Wien.

 

Cavallis 1651 uraufgeführtes Werk nach Ovids Metamorphosen entführt in eine Welt voller Götter, Verwandlungen und Verführungen. Hinter feinem Humor und großen Gefühlen verhandelt die Oper eine Frage von ungebrochener Brisanz: Was geschieht, wenn Mächtige ihre Stellung schamlos ausnutzen?

 

Lautenistin und Dirigentin Christina Pluhar verlieh dem Werk gemeinsam mit ihrem Ensemble L'Arpeggiata musikalische Leuchtkraft und mitreißende Energie. Regisseur Stefan Herheim verwandelte die Bühne in ein fantasievolles kosmisches Zaubertheater, in dem Begehren, Macht und Missbrauch ebenso sinnlich wie klug aufeinandertreffen. Der Tanz wurde dabei zum eigenständigen Ausdrucksmittel und zu einem wesentlichen Bestandteil der Erzählung.

 

Auch das hochkarätige Sänger*innenensemble sorgte für Begeisterung: Angeführt von der vielseitigen Sopranistin Vera-Lotte Boecker überzeugten Milan Siljanov, Giuseppina Bridelli, Marcel Beekman und Jake Arditti mit starken Stimmen und eindrucksvoller Bühnenpräsenz.

 

La Calisto ist noch bis 28. September im Theater an der Wien zu erleben.

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