Pressekonferenz Halka 1280 x680 © Karl Schöndorfer

Stanisław Moniuszkos „Halka“

anlässlich des zweihundertsten Geburtstags des Komponisten

Stanisław Moniuszko: HALKA (1858)

Premiere: 15. Dezember 2019

Neuproduktion des Theater an der Wien in Koproduktion mit dem Teatr Wielki, Warschau

Anlässlich des zweihundertsten Geburtstags von Stanisław Moniuszko ehren das Theater an der Wien und das Warschauer Teatr Wielki den Komponisten mit einer gemeinsamen Neuproduktion von dessen Oper Halka.

Mit Halka gelang es Moniuszko, einen spezifisch polnischen Ton zu definieren und somit ein identitätsstiftendes Werk von hoher Brisanz zu schaffen: Seit dem 18. Jahrhundert war Polen als eigenständiger Staat nicht mehr existent, umso wichtiger war es für die unter russischer, preußischer oder österreichischer Herrschaft lebenden Polinnen und Polen, eine Identität in ihrer Kultur zu finden. Der durchschlagende Erfolg des Werks beruhte unter anderem auf der klugen Einbindung polnischer Tänze wie der Mazurka, der Polonaise und den Volkstänzen der Goralen, einer ethnischen Minderheit, die bis heute in der Hohen Tatra lebt.

In dieser Koproduktion mit dem Teatr Wielki Warschau wird die Créme de la Créme der polnischen Musiktheaterszene aufgeboten. Die Neuproduktion feiert am 15. Dezember 2019 im Theater an der Wien ihre Premiere bevor sie ab 11. Februar 2020 am Teatr Wielki aufgeführt wird.

Die musikalische Leitung hat der ICMA-Preisträger Łukasz Borowicz inne, Regie führt der künstlerische Leiter des Teatr Wielki und Gewinner des International Opera Awards 2018 Mariusz Treliński. Der slowakische Designer Boris Kudlička zeichnet für die Bühne verantwortlich, Dorota Roqueplo für die Kostüme.

An der Spitze des hochkarätigen Sängerensembles steht Weltstar KS Piotr Beczała, ebenfalls Preisträger des International Opera Awards 2018, die Titelrolle wird von der amerikanischen Sopranistin Corinne Winters verkörpert. Alexey Tikhomirov singt den Stolnik, Natalia Kawałek seine Tochter Zofia. Als ihr Verlobter Janusz wird – neben den Hausdebüts von Piotr Beczała und Corinne Winters – KS Tomasz Konieczny zum ersten Mal am Theater an der Wien zu erleben sein, den Haushofmeister Dziemba übernimmt Lukas Jakobski, der vergangene Saison höchst erfolgreich als Leuthold in Guillaume Tell am Theater an der Wien gastierte. Die Rolle des Dudarsz wird von dem Bassbariton Sreten Manojlović verkörpert.

Es spielt das ORF Radio-Symphonieorchester Wien und singt der Arnold Schoenberg Chor (Ltg. Erwin Ortner).

Zur Inszenierung:

Stanisław Moniuszkos Halka gilt gemeinhin als die polnische Nationaloper. Traditionellerweise wird die Handlung von Halka in der Entstehungszeit der Oper angesiedelt und in historisierender Ausstattung gezeigt. Mariusz Treliński und sein Team werden im Theater an der Wien Halka zeitlich neu verorten.

So wird das Werk in die 1970er Jahre – in die Zeit des Niedergangs des Kommunismus in Polen – transportiert. Der Regisseur betont, damit ein wenig von dem „patriotischen“ Aspekt der Oper abkommen zu wollen und so den Fokus auf die starken Charaktere zu lenken. Es ist ihm ein wichtiges Anliegen die sozialen Verhältnisse zu beleuchten und vor allem das unverhältnismäßig starke Gefälle zwischen arm und reich zu zeigen.

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