Giulio Cesare in Egitto 1280x680 © Franz Schwarzinger

Jake Arditti Sesto

Jake Arditti © Peter M Mayr

Bereits im Alter von elf Jahren war Jake Arditti als professioneller Sänger tätig, als er Yniold in Pelléas et Mélisande für das Glyndebourne Opernfestival sowie in zahlreichen ENO Produktionen sang. Er war Preisträger des Antonio Cesti-Wettbewerbs in Innsbruck

Dank seiner “…atemberaubenden und reichhaltigen Stimmfarbe und Bühnenpräsenz“ (Daily Telegraph) genießt er bereits einen ausgezeichneten Ruf bei den Kritikern und beim Publikum - nicht nur in barocken, virtuosen, Paraderollen wie Händels Rinaldo (Titelrolle am Bolshoi Theatre, Glyndebourne Festival), Serse (Titelrolle beim Longborough Festival Opera), Sesto in Giulio Cesare (Teatro Colón, Oper Halle), sondern auch mit selten gespielten Partien wie Emone in Traettas Antigone (Wiener Kammeroper), Euripilo in Cavallis Elena (Festival d’Aix en Provence, Lille, Lissabon) oder Apollo in Legrenzis La Divisione del Mondo (Opéra National du Rhin, Nancy, Versailles, Köln).

Mit seinem großen Stimmumfang singt er auch Rollen wie Amore (Theater an der Wien, Oper Zürich) und Nerone in Monteverdis L’incoronazione di Poppea (Pinchgut Opera), sowie Nerone in Händels Agrippina (Theater an der Wien und Internationale Händelfestspiele Göttingen). In letzter Zeit debütierte er in der Titelrolle in Corsellis Achille in Sciro am Teatro Real in Madrid. Romantische und moderne Rollen beinhalten Voice of Apollo in Death in Venice (Stuttgart, Opéra National du Rhin) sowie Prince Gogo in Ligetis Le grand macabre (Essen).

Auch auf der Konzertbühne beweist Jake Arditi Vielseitigkeit, von Ernesto in Vincis Gismondo, re di Polonia (Wien, Moskau, Bayreuth) über From Soul to Soul mit dem Pera Ensemble (Heidelberg, Köln) zu Pergolesis Stabat Mater unter Ivor Bolton bis hin zu Uraufführungen von Hilda Paredes Canciones Lunáticas und Salvatore Sciarrinos Cosa Resta mit dem Arditti Quartet. Zuletzt spielte er Olga Neuwirths Hommage à Klaus Nomi zusammen mit dem Ensemble intercontemporain (Philharmonie in Paris, Cité de la Musique in Straßburg). Am Theater an der Wien war er zuletzt 2021 in Saul zu erleben.