Peer Gynt 002 © Werner Kmetitsch

Oper in drei Akten (1938)

Musik von Werner Egk                     

Libretto von Werner Egk in freier Neugestaltung

nach dem gleichnamigen dramatischen Gedicht (1867) von Henrik Ibsen

In deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln

Neuproduktion des Theater an der Wien

Premiere: Freitag, 17. Februar 2017, 19:00 bis ca. 21:45 Uhr (Pause ca. 20:00 Uhr)

Aufführungen: 19. / 22. / 25. / 27. Februar, 1. März 2017, 19.00 Uhr

Inhalt

Werner Egk komponierte Peer Gynt 1937/38 im Auftrag der Berliner Staatsoper, wo er seit 1936 als 1. Kapellmeister engagiert war. Henrik Ibsens fantastisches Stück über die Suche eines verstiegenen Egomanen nach dem Sinn des Lebens bot Egk Möglichkeiten für eine abwechslungsreiche Partitur, in die er – in stilistischer Nähe zu Kurt Weill – damals von den Nationalsozialisten eigentlich abgelehnte Elemente wie Charleston, Tango und Instrumente wie gestopfte Trompete oder das Saxophon  integrierte. Trotzdem gefiel die Oper offiziell, Adolf Hitler und Joseph Goebbels zeigten sich angetan. Egk gelang es, auch nach 1945 seine Karriere fortzusetzen, und seine Opern blieben auf den Spielplänen. Musikalisch ist die Auseinander - setzung mit Peer Gynt lohnend, zeichnet die Oper sich doch durch eine einzigartige Klangsprache aus: Farbenreiche Stimmungsmalereien, kräftige  Figuren-  charakterisierungen und eine rhythmischpointierte und mit Mitteln der Satire  arbeitende Schilderung des Trollreiches erzeugen ein mitreißendes Musiktheater.

Peer Gynt lebt in ärmlichsten Verhältnissen, aus denen er sich in eine Fantasiewelt flüchtet. Er verliebt sich in Solveig, aber als er auf einer Dorfhochzeit von ihr abgewiesen wird, verursacht er einen Skandal und flieht. Er gerät in die Gewalt des Trollkönigs, soll dessen Nachfolger werden und die Trolltochter heiraten. Die damit verbundenen Bedingungen ängstigen ihn jedoch, er wehrt sich. Als die Trolle ihn bedrohen, ruft er verzweifelt nach Solveig, und die Trolle lassen von ihm ab. Solveig kommt zu ihm, aber ihr Zusammenleben wird von der Tochter des Trollkönigs gestört, Peer flieht erneut. Jahre später ist er mit krummen Geschäften sehr reich geworden und will Kaiser der Welt werden. Das Projekt scheitert jedoch, und wieder fällt er in die Hände des Trollkönigs, der über sein Leben richten will: Fällt das Urteil negativ aus, dürfen die Trolle ihn behalten. Verstorbene, die Peer kannten, werden befragt, keiner spricht für ihn, nur seine inzwischen tote Mutter verlangt, dass er als Chance jemand suchen solle, der eine gute Seite an Peer kennt und auf ihn wartet. Peer findet schließlich zurück zu Solveig. Allen Intrigen der Trolle zum Trotz heißt sie ihn liebevoll willkommen und erlöst ihn damit von der Verfolgung durch die Unterwelt.

Besetzung

Musikalische Leitung

Leo Hussain

Biografie
Inszenierung

Peter Konwitschny

Biografie
Ausstattung

Helmut Brade

Biografie
Licht

Guido Petzold

Biografie
Konzeptionelle Mitarbeit und Dramaturgie

Bettina Bartz

Biografie
Peer Gynt

Bo Skovhus

Biografie
Solveig / Die Rothaarige

Maria Bengtsson

Biografie
Aase / Dritter schwarzer Vogel

Natascha Petrinsky

Biografie
Ingrid / Kellnerin / Erster schwarzer Vogel

Nazanin Ezazi

Biografie
Der Alte, König der Trolle

Rainer Trost

Biografie
Frau des Vogtes / Zweiter schwarzer Vogel

Cornelia Horak

Biografie
Mads / Bedienter

Andrew Owens

Biografie
Der Präsident / Ein Unbekannter

Stefan Cerny

Biografie
Erster Kaufmann / Vogt / Hoftroll

Michael Laurenz

Biografie
Zweiter Kaufmann / Der Schmied

Zoltán Nagy

Biografie
Dritter Kaufmann / Der Haegstadbauer / Zuhälter

Igor Bakan

Biografie
Orchester

ORF Radio-Symphonieorchester Wien

Biografie
Chor

Arnold Schoenberg Chor (Ltg. Erwin Ortner)

Biografie

Galerie Fotos

Peer Gynt 2016/17

Premiere: 17. Februar 2017
Inszenierung: Peter Konwitschny
Musikalische Leitung: Leo Hussain
Neuinszenierung des Theater an der Wien
Fotos: © Werner Kmetitsch