Zaïs

Pastorale héroique in einem Prolog und vier Akten( 1748)

Musik von Jean-Philippe Rameau

Freitag, 17. April 2015, 19:00 Uhr

Musikalische Leitung: Christophe Rousset
Mit Julian Pregardien, Sandrine Piau u.a.

Choeur de Chambre de Namur
Les Talens Lyriques

Konzertante Aufführung in französischer Sprache

Koproduktion mit dem Centre de Musique Baroque de Versailles

Inhalt

Jean-Philippe Rameau schuf Zaïs 1748 für die Pariser Oper. Nicht lange zuvor war der Komponist zum Compositeur du Cabinet du Roi ernannt worden, und er lieferte in den folgenden Jahren eine Reihe von leichteren, unter- haltsameren Opéra-ballets, darunter auch Zaïs. Allerdings heißt das nicht, dass Rameau von seinem eigenen Anspruch, die französische Oper neu zu definieren, abließ. Die Titelfigur Zaïs ist ein Luftgeist, der eine Liebes- beziehung zu der sterblichen Schäferin Zelidie unterhält. Er will ihre Treue prüfen und setzt sie daher einigen Proben aus, die sie tadellos besteht. Am Ende erhält sie von Geisterkönig Oromazès ebenfalls die Unsterblichkeit verliehen, und Zaïs kann sie heiraten. Die Oper enthält einige der schönsten Momente französischer Musik und hatte bei der Uraufführung bereits einen bemerkenswerten Erfolg. Besonders hervorgehoben und diskutiert wurden Ouvertüre und Prolog, worin mit den Mitteln der Musik dargestellt wird, wie der mächtige Oromazès die Elemente voneinander scheidet und eine Weltenharmonie herstellt. Das musikalische Chaos schien manch einem Zeit- genossen zu realistisch, weil zu dissonant, andere wieder waren von Rameaus außergewöhnlichen Erderschaffungs- harmonien begeistert.