Idomeneo

Dramma per musica von Wolfgang Amadeus Mozart
 

Premiere
Mittwoch, 13. November 2013
19:00 bis ca. 22:15 Uhr
(Pause ca. 20:30 Uhr)

Originalproduktion Theater an der Wien in Kooperation mit Tokyo Nikikai Opera Foundation

Besetzung

Musikalische Leitung: René Jacobs
Inszenierung: Damiano Michieletto
Bühne: Paolo Fantin
Kostüme: Carla Teti
Licht: Alessandro Carletti
Videodesign: rocafilm
 
Idomeneo: Richard Croft
Idamante: Gaëlle Arquez
Ilia: Sophie Karthäuser
Elettra: Marlis Petersen
Arbace: Julien Behr
Gran Sacerdote di Nettuno: Mirko Guadagnini
Orchester: Freiburger Barockorchester
Chor: Arnold Schoenberg Chor (Ltg. Erwin Ortner)

Inhalt

Wolfgang Amadeus Mozart hatte auf seiner Reise 1777/78 nach Mannheim und Paris zahlreiche Anregungen erhalten. Er brannte darauf, aus diesen Inspirationen eigene Werke zu entwickeln. 1780 erhielt er vom Münchner Hof den Auftrag, die große Oper für den Karneval 1781 zu schreiben. Idomeneo ist daher ein dramaturgisch-musikalisches Experiment: Mozart verband Formen der französischen Oper mit denen der italienischen. Das Drama um ein Menschenopfer gestaltete er mit Chor und Tanz so packend und abwechslungsreich wie möglich.

Die trojanische Prinzessin Ilia lebt als Gefangene am Königshof in Kreta. Dort hat sie sich in den Prinzen Idamante verliebt, auch er liebt sie. Aber Elektra, die nach dem Mord, den ihr Bruder Orest an ihrer beider Mutter Klytemnästra verübt hat, nach Kreta geflohen ist, liebt ebenfalls Idamante. Idomeneo, König von Kreta, Vater Idamantes, gerät derweil auf der Rückfahrt vom Trojanischen Krieg in einen schrecklichen Sturm. Er kann den Meeresgott Poseidon nur besänftigen, indem er verspricht, ihm denjenigen zu opfern, den er zu Hause als ersten trifft. Er begegnet zuerst seinem Sohn Idamante. Idomeneo hofft, dieses Opfer abwenden zu können, indem er Idamante mit Elektra fortschickt. Als sie sich einschiffen sollen, taucht ein Ungeheuer auf, das Kreta bedroht. Idomeneo muss nun dem aufgebrachten Volk gegenüber zugeben, dass sein Sohn Idamante das von Poseidon geforderte Opfer ist. Weil er es nicht darbringt, lauert jetzt das Ungeheuer im Hafen. Idamante tötet es und will sich dann opfern. Eine unterirdische Stimme verkündet jedoch, dass Idomeneo abdanken, Idamante König werden und Ilia heiraten solle. Idomeneo, die Liebenden und das Volk sind glücklich, nur Elektra geht leer aus und ist wütend.

Da Mozart in München eines der besten Orchester der damaligen Zeit zur Verfügung stand, spielen die Instrumentalfarben eine größere Rolle als in allen seinen anderen Opern. Subtil zeigt Mozart allein schon mit dem Orchesterklang die psychologischen Ausnahmesituationen der Figuren, die sich der Frage stellen müssen, wie viel ihnen ihr eigenes und wie viel das Leben anderer Menschen wert ist.

Fotos Galerie

Idomeneo 13/14

Premiere: 13. November 2013
Inszenierung: Damiano Michieletto
Musikalische Leitung: René Jacobs
Neuproduktion des Theater an der Wien
Fotos: Werner Kmetitsch