Marianne Beate Kielland © Lena Lahti

Oratorium in zwei Teilen (1716)

Musik von Antonio Vivaldi

Libretto von Iacopo Cassetti

Konzertante Aufführung in lateinischer Sprache

Mittwoch, 25. Jänner 2017, 19:00 bis ca. 22:00 Uhr (Pause ca. 20:20 Uhr)

Inhalt

Antonio Vivaldi schrieb über 50 Opern, aber nur vier Oratorien, von denen wiederum nur eines erhalten ist: Juditha triumphans devicta Holofernis barbarie – Die über die Barbarei des Holofernes triumphierende Judith. Dieses Stück über eine starke Frau wurde als offizieller Auftrag anlässlich des venezianischen Siegs über die Türken bei der Belagerung von Korfu an Vivaldi gegeben. Die Uraufführung fand in Vivaldis Wirkungsstätte, dem Ospedale della Pietà statt, einem Waisenhaus für Mädchen, die Vivaldi in Musik unterrichtete und deren Ruf als exzeptionelle Musikerinnen in ganz Europa verbreitet war. So wurden damals auch alle Rollen von Frauen gesungen. Die Geschichte ist als Allegorie auf das siegreiche Venedig zu lesen: Als die israelische Stadt Bethulien vom assyrischen General Holofernes belagert wird und die Not immer größer wird, begibt sich die junge jüdische Witwe Judith zu Holofernes. Ihre Schönheit weckt sein Begehren, sie stellt ihm eine Liebesnacht in Aussicht, macht ihn aber beim Abendessen betrunken. Als er einschläft, schlägt sie ihm mit seinem eigenen Schwert den Kopf ab und bringt diesen als Siegestrophäe in ihre Stadt – Bethulien ist befreit.

Besetzung

Musikalische Leitung

Robert King

Biografie
Juditha

Marianne Beate Kielland

Biografie
Holofernes

Emilie Renard

Biografie
Vagaus

Julia Doyle

Biografie
Abra

Gaia Petrone

Biografie
Ozias

Hilary Summers

Biografie
Orchester

The King´s Consort

Biografie
Chor

Choir of The King´s Consort

Biografie

Umbesetzung

Aufgrund einer kurzfristigen Erkrankung von Malena Ernman übernimmt die norwegische Mezzosopranistin Marianne Beate Kielland die Titelpartie in Vivaldis Oratorium „Juditha Triumphans“. Emilie Renard singt anstatt Kielland den Holofernes.

Zu Marianne Beate Kielland:
Die in Norwegen geborene Marianne Beate Kielland studierte an der Norwegian Academy of Music und begann ihre Laufbahn an der Staatsoper Hannover. Seither hat sie mit verschiedenen Dirigenten und Orchestern gearbeitet wie Rinaldo Alessandrini, Fabio Biondi, Harry Christophers, Thomas Dausgaard, Philippe Herreweghe, René Jacobs, Marc Minkowski, Christophe Rousset, Jukka-Pekka Saraste, Jordi Savall und Robin Ticciati sowie den Wiener Symphonikern, Bergen Philharmonic, Gothenburg Symphony, dem Mahler Chamber Orchestra, der Akademie für Alte Musik Berlin, dem Concerto Köln, Europa Galante oder dem RIAS Kammerchor, dem Collegium Vocale Gent und dem Bach Collegium Japan.

Höhepunkte der jüngeren Vergangenheit waren u.a. Bachs Matthäus-Passion mit Oslo Philharmonic bzw. dem NDR Orchester, dessen h-moll Messe mit Gothenburg Symphony, das Weihnachtsoratorium mit den Tonkünstlern, Couperins Trois Leçons de ténèbres mit dem King's Consort, Pergolesis Stabat Mater mit dem Kölner Kammerorchester, Haydns Arianna a Naxos beim Budapest Festival Orchestra und Beethovens Neunte u.a. mit Oslo und Bergen Philharmonic etwa im Opernhaus von Sydney, aber auch Aufführungen von Mahlers Das Lied von der Erde und dessen Lieder eines fahrenden Gesellen. In der aktuellen Saison wären u.a. Beethovens Missa Solemnis mit dem Orchestra of the Eighteenth Century in den Niederlanden, Händels Messiah mit Malmö Symphony, Bachs Johannes- und Matthäus-Passion mit Oslo bzw. BBC Philharmonic zu nennen.

Ihre zahlreichen CD-Aufnahmen enthalten Werke von Bach, Händel, Vivaldi, Caldara, Scarlatti, Beethoven, Schumann, Mussorgsky, Martin, Chausson, Korngold, von Suppé, Schönberg, Webern und Berg. Ihr erstes Solo-Recital – Thommessen - Veslemøy Synsk – wurde in dieser Kategorie für den Grammy nominiert. Am Theater an der Wien ist Marianne Beate Kielland heute erstmals zu hören.