Durchs rote Meer 2017/18 006 © Herwig Prammer

Inhalt

Seit 2010 begeistern die historischen Kabarettprogramme im Theater und Kabarett „Die Hölle“ im Souterrain des Theater an der Wien Publikum und Presse.
Georg Wacks entwirft, nach einer Berechnung von Carl Friedrich Gauß, das nunmehr neunte Programm Durchs rote Meer, das sich wie stets auf Andy Warhols Axiom „art is what you can get away with“ stützt.
 
Zwischen Revolution und Reformation bewegt sich das mittlerweile gut zusammen - gespielte Ensemble stilsicher auf fragilem Terrain, ohne dabei auf die  Jubiläums - feierlichkeiten für Maria Theresia und den hundertsten Todestag von Mata Hari zu vergessen. Außergewöhnliche Darbietungen historischer Kabarett- und Varietépiecen, berührende Seemannslieder in noblen Kostümen, aristokratische Gesänge, internationale Damen-Metamorphosen, ägyptische Tänze – sowie literarisch-humoristische Juwelen lassen bei strömendem Champagner und ozeanischer Stimmung die Atmosphäre der „Hölle“ für zwei Stunden wieder auferstehen und garantieren einen neptunisch vergnüglichen Abend.
 
Die außerordentlich karge Ausstattung von Stefan Fleischhacker steht ganz im Zeichen des 440. Geburtstags von Peter Paul Rubens.
Fritz Grünbaum, Joachim Ringelnatz, Karl Valentin und Walther Mehring garantieren literarisch-humoristisches Niveau. Lieder von Marlene Dietrich, Paolo Tosti, Ralph Benatzky und Maurice Ravel runden das Programm ab.
 
Das feinfühlige Ensemble „Albero Verde“ besorgt in gewohnt vollkommenem Spiel die Musik. Marie-Theres Arnbom präsentiert in der begleitenden Ausstellung, die ganz im Zeichen des Dreihundert Jahre Freimaurer-Jubiläums steht, neue verschollene Artefakte aus den Kabaretts.