Oreste Sujet 1280 © beyond / Vanessa Karré

Opernpasticcio in drei Akten (1734)

Musik von Georg Friedrich Händel

Libretto nach Giovanni Gualberto Barlocci

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Neuproduktion des Theater an der Wien in der Kammeroper

Premiere: Montag, 6. März, 19:00 bis ca. 21:35 Uhr (Pause ca. 20:05 Uhr)

Aufführungen: 9./ 11./ 13./ 20./ 23./ 27./ 29./ 31. März 2017, 2. April 2017, 19.00 Uhr

 

 

 


 

Inhalt

Händel musste, da sein Pachtvertrag am King’s Theatre nach der Spielzeit 1733/34 nicht verlängert wurde, mit seinem eben erst neu zusammengestellten Ensemble an das Theater in Covent Garden ausweichen. Mehr denn je war er auf  Publikums - erfolge angewiesen, denn mit der Opera of Nobility war ihm im vergangenen Jahr starke Konkurrenz erwachsen. Oreste war die erste „neue“ Oper für die neue Wirkungsstätte, die auch der Ballett-Truppe der berühmten französischen Tänzerin Marie Sallé Unterschlupf bot. Der Theaterpraktiker Händel versuchte in dieser Oper mit Tanzeinlagen das Schaubedürfnis des Publikums zufrieden zu stellen, wusste er doch ganz genau, dass sein Sängerensemble nicht mit den hochbezahlten Stars der Adelsoper mithalten konnte.

Auf der Insel Tauris versetzt König Toante mit archaisch-blutigen Methoden alle in Angst und Schrecken und lässt seinem Begehren und seinen Trieben ungezügelt freien Lauf. Er ist eine Verkörperung all dessen, was Zivilisation und Aufklärung seit Jahrhunderten in Schach zu halten versuchen. Eines Tages aber betreten Menschen seine Insel, die die tödliche Gier nach Blut und Lust in sich zum Schweigen gebracht zu haben glauben: der Muttermörder Oreste und seine Schwester Ifigenia sowie Pilade und seine Ehefrau Ermione. König Toante weckt in ihnen scheinbar längst besiegte Gefühle. Wie werden sie umgehen mit dem Wiedererwachen ihrer geheimsten Triebe?


Händels Oreste ist eine eindrucksvolle Studie über das Dunkle im Menschen. Obwohl ein fast ausschließlich aus früheren Opern zusammengestelltes Pasticcio, erweist sich Oreste nicht nur als musikalisch einheitliches Werk – immerhin enthält es Musikstücke, die innerhalb einer Zeitspanne von 27 Jahren geschrieben wurden –, es basiert auch auf einem der dramaturgisch besten Opernlibretti, die Händel je vertont hat.
 

Besetzung

Musikalische Leitung

Rubén Dubrovsky

Biografie
Inszenierung

Kay Link

Biografie
Ausstattung

Olga von Wahl

Biografie
Licht

Franz Tscheck

Biografie
Oreste

Eric Jurenas

Biografie
Ermione

Frederikke Kampmann

Biografie
Ifigenia

Carolina Lippo

Biografie
Pilade

Julian Henao Gonzalez

Biografie
Toante

Matteo Loi

Biografie
Filotete

Florian Köfler

Biografie
Orchester

Bach Consort Wien

Biografie

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