Die Schule der Eifersucht 001 © Herwig Prammer

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Antonio Salieri war einer der erfolgreichsten Opernkomponisten seiner Zeit und zählte als Hofkapellmeister des Wiener Hofes zu den einflussreichsten Musikerpersönlichkeiten Europas. Er wurde als legitimer Nachfolger Glucks angesehen und war ohne Zweifel auch ein bedeutender Lehrer. Zu seinen Schülern zählten u.a. Beethoven, Schubert und Liszt. Heute ist sein Name – nicht zuletzt auf Grund Milos Formans erfolgreichem Film Amadeus – den meisten leider nurmehr als intriganter Konkurrent Mozarts im Bewusstsein geblieben, nicht wenige schenken nach wie vor der Legende Glauben, Salieri habe Mozart vergiftet. In Wahrheit  förderte Salieri seinen jüngeren Kollegen und hatte dessen Genie frühzeitig erkannt.


In Die Schule der Eifersucht werden zwei Paare gegenübergestellt: ein reicher Kaufmann, der in blinder Eifersucht kurz davor steht, seine Ehefrau einzusperren, sowie ein notorisch treuloser Graf und seine Gräfin. Unvermeidlich treffen beide Paare aufeinander, denn der Adelige hat es für seine nächste Eroberung auf die Frau des Kaufmanns abgesehen.


Das Dramma giocosa erlebte seine Uraufführung in der Karnevalssaison 1778/79 in Venedig und wurde daraufhin mit dem größten Erfolg in ganz Europa gespielt, so auch 1783 in einer revidierten Fassung am Wiener Burgtheater. Mit seinem leicht - füßigen Witz und überbordender Spielfreude ist dieses sprühende Werk ein Paradebeispiel für die Opera buffa um 1780, gleichzeitig aber auch eine über - zeugende Charakterstudie über Eifersucht, Treue und Untreue. Nicht umsonst war etwa Dichterfürst Goethe ein großer Verehrer dieser Komödie, in der so manches an Mozarts zehn Jahre später entstandene Così fan tutte erinnert.