Otello_1280x680_1516 © beyond/André Sanchez

Dramma per musica in drei Akten (1816)
Musik von Gioachino Rossini
Libretto von Francesco Maria Berio

In italienischer Sprache mit deutschen Übertitlen

Neuproduktion des Theater an der Wien

Premiere: Freitag, 19. Februar 2016,
19:00 Uhr
 

Inhalt

Rossini schrieb Otello 1816 im Auftrag des königlichen Theaters in Neapel zwischen dem Il barbiere di Siviglia und La Cenerentola. Wenn man eine wortgetreue Shakespeare-Vertonung erwartet, wird man allerdings enttäuscht wie Lord Byron, der in Venedig 1818 eine Aufführung sah und sich empörte: „Sie haben Othello zu einer Oper verunstaltet.“ Zu Rossinis Zeit waren Shakespeares Stücke auf dem Kontinent fast nur in bearbeiteten, zuweilen völlig entstellenden Fassungen bekannt. Betrachtet man aber Rossinis Oper als künstlerisch eigenständige Variante des Othello-Stoffes, kann man ihre außerordentlichen Qualitäten erkennen und den durchschlagenden Erfolg, den die Oper im 19. Jahrhundert hatte, verstehen. Vor allem in den eindringlichen Seelenporträts der Figuren und mit dem dritten Akt, in dem sich die emotionale Explosion begleitet von einem Gewitter, dem Ausbruch der Naturgewalten, vollzieht, sprengt Rossini die bis dahin übliche Nummernstruktur, hier findet man – wie der Rossini Spezialist Philipp Gossett meint – „die Wasserscheide zwischen der Oper des 18. und 19. Jahrhunderts“.

Otello, ein schwarzer Afrikaner, steht in den Diensten Venedigs. Für die Republik hat er siegreich eine Schlacht bei Zypern gewonnen und kehrt nun triumphal nach Venedig zurück. Heimlich ist er verlobt mit Desdemona, der Tochter des vornehmen Venezianers Elmiro. Auch der Sohn des Dogen, Rodrigo, begehrt Desdemona. Sowohl Elmiro wie Rodrigo hassen den fremden, erfolgreichen Einwanderer Otello, daher wäre Elmiro eine Verbindung seiner Tochter mit Rodrigo sehr willkommen. Schon länger jedoch beobachtet er beunruhigt eine wachsende Nähe zwischen Desdemona und Otello. Die Heirat mit Rodrigo wird deshalb umgehend anberaumt. Als überraschend Otello bei der Zeremonie erscheint, verweigert die zögernde Desdemona endgültig ihr Jawort gegenüber Rodrigo. Es wird offenkundig, dass Desdemona mit Otello verbunden ist. Mit Hilfe des ränkereichen Jago will nun Rodrigo Desdemona und Otello auseinanderbringen. Jago weiß um Otellos krankhafte Eifersucht und inszeniert eine Intrige mit Hilfe eines Briefs. Otello glaubt, dass Desdemona doch Rodrigo liebt und erdolcht sie. Als die Intrige aufgedeckt wird, tötet Otello reuevoll sich selbst.

Besetzung

Musikalische Leitung

Antonello Manacorda

Biografie
Inszenierung

Damiano Michieletto

Biografie
Bühne

Paolo Fantin

Biografie
Kostüme

Carla Teti

Biografie
Licht

Alessandro Carletti

Biografie
Otello

John Osborn

Biografie
Desdemona

Nino Machaidze

Biografie
Iago

Vladimir Dmitruk

Biografie
Rodrigo

Maxim Mironov

Biografie
Elmiro Barberigo

Fulvio Bettini

Biografie
Emilia

Gaia Petrone

Biografie
Doge

Nicola Pamio

Biografie
Un gondoliere | Lucio

Julian Henao Gonzalez

Biografie
Orchester

Wiener Symphoniker

Biografie
Chor

Arnold Schoenberg Chor (Ltg. Erwin Ortner)

Biografie

Fotos Galerie

Otello 2015/16

Premiere: 19. Februar 2016
Inszenierung: Damiano Michieletto
Musikalische Leitung: Antonello Manacorda
Neuproduktion des Theater an der Wien
Fotos: © Werner Kmetitsch

Videos

OTELLO (Rossini) "Assisa a piè d'un salice" - Desdemona

OTELLO (Rossini) "Assisa a piè d'un salice" - Desdemona

Nino Machaidze (Desdemona)
Musikalische Leitung: Antonello Manacorda, Wiener Symphoniker
Inszenierung: Damiano Michieletto
Premiere: 19. Februar 2016
Neuproduktion des Theater an der Wien