1280x680_Oper_Konzertant_1516 © beyond/Mara Burmester

Inhalt

Der zweite Abend, den Emmanuelle Haïm mit Le Concert d’Astrée bestreitet, entführt Sie in zauberhafte Gefilde. Die Darstellung des Übernatürlichen und Wunderbaren („merveilleux“) war ursprünglich eine Domäne der französischen Oper, die sich so von der „tragédie classique“ und der „comédie“ abgrenzen wollte. Aber auch Georg Friedrich Händel fand die Welt der Magie inspirierend. Seine Opern Alcina und Orlando basieren auf dem fantastischen Renaissance-Epos Orlando furioso von Ludovico Ariosto. Die Zauberin Alcina verwandelt darin ihre Ex-Liebhaber auf ihrer Insel in Tiere, ihr Geliebter Ruggiero kann mit Hilfe seiner Verlobten jedoch dem Liebeszauber entrinnen und Alcinas Zauberreich zerstören. Das Sujet der „verlassenen Zauberin“ findet sich auch in Rinaldo, dem ein anderes berühmtes Epos der Renaissancezeit, Gerusalemme liberata von Torquato Tasso, zugrunde liegt: Darin ist es die Zauberin Armidadie sich in den gegnerischen Kreuzritter Rinaldo verliebt, der aber durch die Unterstützung eines Magiers der Liebesavancen der Zauberin erwehren kann, entkommt und den Sieg über die Sarazenen erringt. Zauberei, Elfen und Geister spielen ebenfalls eine wesentliche Rolle in Henry Purcells Semi-operas The Fairy Queen (1692), nach Shakespeares Midsummer Night’s Dream, und King Arthur. Das Konzert präsentiert Auszüge aus Händels Opern Rinaldo, Amadigi, Alcina, Riccardo Primo sowie Aci, Galatea e Polifemo und aus Purcells King Arthur und The Fairy Queen.