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Benjamin Schmid Violine

Benjamin Schmid arbeitet heute mit allen herausragenden Orchestern und Dirigenten zusammen und ist besonders für sein immens weitreichendes Repertoire bekannt. Dabei konzentriert er sich neben der konstanten Pflege aller großen Werke für Geige und Orchester besonders auf in Wien entstandene Werke. Mozart, Beethoven, Schubert, Berg, Goldmark, Korngold, Kreisler, Schönberg, Webern und Muthspiel nehmen eine zentrale Stellung ein. Gemeinsam mit der Pianistin Ariane Haering widmet er sich in Rezitalprogrammen ganz besonders dem Werk Mozarts und gibt mit ihr seit 2011 verschiedene Sonaten und erstmals publizierte Fragmente für den Henle Verlag heraus. Die große Leidenschaft für den Jazz, die sich schon in frühen Jahren bemerkbar machte, spiegelt sich ebenfalls in Benjamin Schmids Konzertkalender wider.
In der Saison 2014/15 wird Schmid unter anderen bei den Cincinnati und Sarasota Symphony Orchestern zu Gast sein sowie beim berühmten Mariinsky Orchestra debutieren. Eine großangelegte Tournee führt ihn zudem zum Australian Chamber Orchestra zurück, daneben kehrt er zum Orquestra Simfònica de Barcelona und, nach dem großartigen Erfolg in der vergangenen Saison, zu Auckland Philharmonic zurück. Eine europaweite Rezitaltournee mit Aleksandar Madzar, Ilya Gringolts und Nicolas Altstaedt sowie Einladungen zum Moritzburg Festival und Festspielen Mecklenburg-Vorpommern komplettieren die Saison.
Schmid ist regelmäßig mit Orchestern wie dem Königlichen Concertgebouw Orchester, Rotterdam Philharmonic, Gewandhausorchester Leipzig, Tonhalle Orchester Zürich, National Symphony Orchestra Washington, Houston Symphony, Gulbenkian Orchester Lissabon, Orquestra Sinfônica do Estado de São Paulo, Finnish Radio Symphony Orchestra, den St. Petersburger Philharmonikern sowie dem Philharmonia Orchestra zu hören. In Asien konzertierte er unter anderem mit dem New Japan Philharmonic, Singapore Symphony sowie beim Hong Kong Festival. Eine besonders intensive künstlerische Zusammenarbeit verbindet Benjamin Schmid mit den Wiener Philharmonikern, mit denen er unter anderem 2004 die Salzburger Festspiele eröffnete. 2001 spielte er mit dem Orchester Paganinis Violinkonzert in der Version von Fritz Kreisler unter Leitung von Valery Gergiev. Das Konzert wurde in mehr als 60 Ländern im Fernsehen ausgestrahlt und auf dem Label Deutsche Grammophon auf CD und DVD veröffentlicht. Auch kammermusikalisch ist Benjamin Schmid weltweit tätig und gern gesehener Gast auf vielen internationalen Festivals.
Rund 40 CDs hat Schmid inzwischen eingespielt, viele wurden, zum Teil mehrmals, mit dem Deutschen Schallplattenpreis, Echo Klassik Preis, Grammophone Editor’s Choice oder der Strad Selection ausgezeichnet. Ein Vierteljahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik in der Kategorie „Orchestermusik & Konzerte“ wurde ihm für Aufnahmen des Violinkonzerts Ermanno Wolf-Ferraris verliehen, für Ligetis Konzert für Violine und Orchester erhielt er die Auszeichnung „Record of the Month“ der Gramophone Editor’s Choice.
Schon in jungen Jahren gewann der österreichische Geiger mehrere große Wettbewerbe, unter denen der Londoner Carl Flesch Wettbewerb 1992 – in dem er Mozart-Preis, Beethoven-Preis und Publikumspreis zugleich errang – besonders erwähnenswert ist.
Neben seiner Karriere als Solist hat Schmid eine Professur am Mozarteum in Salzburg inne und gibt Meisterklassen an der Hochschule Bern. Er konzertiert auf der „Guyot“- Stradivarius aus dem Jahr 1705, die ihm ein anonymer Mäzen zur Verfügung stellt.