Die Zauberflöte 2017/18 012 © Herwig Prammer

Inhalt

Mozarts und Schikaneders 1791 im Theater auf der Wieden uraufgeführte „groß Oper“ Die Zauberflöte ist der Versuch, mit einer unfassbaren Musik und einem genial riskanten, zwischen Straßentheater und Welttheater balancierenden Libretto den Dualismus von Mann und Frau, Schwarz und Weiß, Arm und Reich, Gut und Böse zu überwinden, der die Menschen seit ewigen Zeiten trennt, und in einem utopischen Weltmärchen nach einem Weg zu suchen zu einem humanen Zusammenleben aller Menschen.
 
Der König des Tages liegt im Sterben. Er vermacht seiner Frau, der Königin der Nacht, und seiner Tochter Pamina alles, was er besitzt, bis auf jegliche Macht, die „dem weiblichen Geiste unbegreiflich“ sei. Zum neuen Machthaber erklärt er seinen Freund Sarastro, der die Macht annimmt und Pamina in sein ausschließlich Männern vorbehaltenes Reich entführt. Ist sie in den Händen eines bösen Sektenführers oder verbirgt sich hinter dem vermeintlichen Machtmonster ein philosophischer Utopist? Tamino, ein junger Prinz aus der Fremde, verirrt sich auf einer Reise in das Reich der trauernden Königin der Nacht, die sich mit einem Heer von Jungfrauen umgeben hat. Von ihren Frauen ausgespäht, bestimmt sie ihn zum Retter ihrer Tochter. Tamino verliebt sich in die Imagination Paminas und macht sich auf die fantastische Reise, sie zu befreien. Begleitet wird er von Papageno, einem einfachen Kerl, der sein Leben und die Menschen liebt. Drei Knaben weisen ihnen den Weg in Sarastros Reich. Bei Taminos scheiternden Versuch, die flüchtende Pamina zu befreien, verlieben sich beide ineinander, und es beginnt eine Zeit der Prüfungen auf Leben  und Tod. Ein langer Weg zweier für die Liebe bestimmter Menschen, gemeinsam die Welt zu retten.