Sujet Capriccioso 15/16 003 © Nadine Dellitsch/Axel Schneider

Nach sechs erfolgreichen Jugendopern, denen die unterschiedlichsten musikdramatischen Werke zugrunde lagen, wagt sich Jugend an der Wien an eine neue Herausforderung: Eine selbstkreierte Jugendoper. Die Jugendoper war bisher an eine Produktion des Theater an der Wien angelehnt, fand darin den inhaltlichen wie musikalischen Ausgangspunkt und spielte dann auch in dessen Bühnenbild. Heuer werden sich alle Teilnehmenden lediglich inspirieren lassen, nämlich von R. Strauss’ Konversationsstück Capriccio. Strauss selbst regte der kaiserlich befohlene Wettstreit zwischen Salieri und Mozart im Jahr 1786 an, seiner letzten Oper ein geistiges Motto zu geben, das sich innerhalb der Oper in der meisterhaften Fuge „Diskussion über das Thema: Wort oder Ton“ manifestierte. Diesen Weg beschreitet nun auch die Jugendoper.

Oper generell – darunter ebenso R. Strauss Capriccio – enthält im Wesentlichen das klangliche, das gestische und das sprachliche Element. Werden diese Parameter nun miteinander verwoben, ergeben sie ein harmonisches, scheinbar unzertrennliches Ganzes. Welches von diesen Elementen spricht uns aber am meisten an? Wie steht es mit deren Gleichgewicht? Wie hoch kann der Informationsgehalt von Musik sein, und was ist mit der Musik als universeller Sprache, die jeder versteht? Jugendliche zwischen 14 und 21 sind herzlich eingeladen, sich über dieses Thema im Projektzeitraum Oktober 2015 bis April 2016 Gedanken zu machen, ob als Mitwirkende auf der Bühne oder als Teil unseres Jugendorchesters. Das Ergebnis? Eine neue Oper!

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Capriccioso 2015/16