Max Emanuel Cencic 1280x680 © Anna Hoffmann

Max Emanuel Cencic Ottone

Max Emanuel Cencic © Anna Hoffmann

Der vielseitige Künstler setzt sich für die Wiederentdeckung der Musik des 18. Jahrhunderts ein. Seine sängerische Ausbildung begann er als Wiener Sängerknabe, er trat ab 1992 als Sopranist, ab 2001 als Countertenor auf. Er singt weltweit an den großen Opern- und Konzerthäusern, bei den führenden Musikfestivals und arbeitet regelmäßig mit Dirigenten wie William Christie, René Jacobs, Ottavio Dantone, Diego Fasolis, George Petrou, Emmanuelle Haïm und Riccardo Muti.

Als künstlerischer Leiter von Parnassus Arts Productions bringt er Werke des italienischen Barocks heraus wie u.a. die wiederentdeckte Vinci-Oper Artaserse. Wie ursprünglich 1730 wurde auch die Neuproduktion mit einer rein männlichen Besetzung aufgeführt – dabei mit fünf Countertenören. Die Einspielung wurde mehrfach prämiert, u.a. mit dem ECHO Klassik 2013 und 2014, Preis der Deutschen Schallplattenkritik, Diapason d‘or sowie zwei Grammy-Nominierungen. Vincis Catone in Utica mit vier Countertenören wurde ebenfalls aufgenommen, als Solo-CDs gab er Venezia, Rokoko (Werke von Hasse) und Arie Napolitane heraus. Sender wie Mezzo-TV und Arte Concert dokumentieren viele seiner Auftritte (z.B. Händels Alessandro, von ihm wiederentdeckt).

Aktuelle Höhepunkte umfassen Glucks Orfeo ed Euridice an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin, seine Debüts bei den Salzburger Pfingstfestspielen und im Auditorio Nacional in Madrid, Glucks Ezio an der Oper Frankfurt sowie Arminio bei den Händel-Festspielen 2017 in Karlsruhe, wo er wieder Regie führen wird. In Hasses Siroe bei den Mai-Festspielen 2017 am Hessischen Staatstheater Wiesbaden übernimmt er erneut die Titelrolle und die Regie. Zukünftige Regie-Projekte sind Rossinis La donna del lago, Händels Orlando und Il pastor fido sowie Mozarts Don Giovanni. Am Theater an der Wien war er zuletzt in Händels Arminio zu Gast.